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Stadtwerke präsentieren Batterie-Oberleitungs-Bus „BOB“

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Am Donnerstag wurde Solingens erster
Am Donnerstag wurde Solingens erster "BOB" der Öffentlichkeit vorgeführt. Der Batterie-Oberleitungs-Bus ist freilich schon seit Januar in der Klingenstadt. (Foto: © Bastian Glumm)
Stadtwerke Solingen
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SOLINGEN (bgl) – Conrad Troullier hat derzeit den Terminkalender noch mehr gefüllt, als er es sonst schon ist. Ganze Gruppen wollen am SWS-Betriebshof an der Weidenstraße vorbeischauen – Anfragen aus ganz Deutschland, aber auch aus dem europäischen Ausland, erreichen den Geschäftsführer des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Solingen.

Sie alle eint das Interesse am neuen Konzept des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in der Klingenstadt rund um den innovativen „BOB“. „BOB“ steht für Batterie-Oberleitungs-Bus. „Der ,BOB´ passt in diese Zeit“, resümierte Troullier am Donnerstagvormittag, als der erste Bus der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt wurde. Vier der hochmodernen Vehikel haben die Stadtwerke geordert. Seit Januar ist der erste „BOB“ in Solingen, seine drei baugleichen Geschwister sollen bis April folgen.

Kurzbach: „Wir sind stolz auf unseren Obus“

„Wir sind stolz auf unseren Obus, er ist ein unverwechselbares Kennzeichen unserer Klingenstadt“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Er betonte, dass man als Stadt und als Stadtwerke allen Interessenten im In- und Ausland ein Angebot machen kann, wie man auf kommunaler Ebene den öffentlichen Personennahverkehr emissionsfrei und nachhaltig gestalten kann.

„Mit einem minimalen Ausbau der Infrastruktur ist die Batterietechnik fahrbar und möglich. Das ist kein Laborversuch, wir beweisen es jeden Tag gemeinsam mit unseren leistungsstarken Stadtwerken“, so Kurzbach weiter.

Bund fördert das Projekt mit 15 Millionen Euro

Das Solinger Leuchtturmprojekt wird vom Bund mit stattlichen 15 Millionen Euro gefördert. Zahlreiche Kooperationspartner sind an dem Modellprojekt beteiligt: Dazu gehören natürlich die Stadtwerke Solingen, die SWS Netze Solingen, die Stadt Solingen, die Bergische Universität Wuppertal sowie die Wuppertaler NetSystem GmbH und die Voltabox Deutschland GmbH aus Delbrück.

Bei den Vorgängermodellen ist dort das Dieselaggregat. Beim "BOB" dagegen eine rund eine Tonne schwere und flüssigkeitsgekühlte Batterie. (Foto: © Bastian Glumm)
Bei den Vorgängermodellen ist dort das Dieselaggregat. Beim „BOB“ dagegen eine rund eine Tonne schwere und flüssigkeitsgekühlte Batterie. (Foto: © Bastian Glumm)

Koordiniert werden sie von der Bergischen Gesellschaft „Neue Effizienz“. Zum Einsatz in den neuen „BOB“ kommen anstelle eines Dieselaggregats Batterien. Diese laden sich auf, sobald der Bus an die Oberleitung gekoppelt ist. Das Fahrzeug kann mit der Batterieenergie dann auch Strecken befahren, die über keine Oberleitungen verfügen. Eine Batterie ist rund eine Tonne schwer, flüssigkeitsgekühlt und kostet gut und gerne 100.000 Euro.

Kosten in Höhe von 900.000 Euro pro Fahrzeug

„Die Fahrzeuge sind zukünftig rein elektrisch unterwegs. Daneben ist natürlich das Zusammenwirken der verschiedenen Sektoren in den Bereichen Energie, der Umwelt und auch der Digitalisierung ein wichtiges Projekt. Das soll in die ganze Bundesrepublik Deutschland ausstrahlen“, machte Conrad Troullier deutlich. Jedes der neuen Fahrzeuge schlägt mit gut 900.000 Euro zu Buche, was rund 150.000 Euro mehr sind, als das bei den herkömmlichen Bussen der Fall war.

„Allerdings ist es natürlich eine Innovation, denn die Technik hat sich um 15 Jahre weiterentwickelt“, so Troullier weiter. Im Testbetrieb sollen die neuen Busse bereits ab April auf Solingens Straßen unterwegs sein. Den regulären Linienbetrieb sollen sie im Herbst aufnehmen, wenn sie als 695 die Strecke vom Abteiweg nach Meigen bedienen werden.

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