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Syrischer Architekt aus laufendem Praktikum fest angestellt

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Salah Edden Alhalabi kam 2018 aus Syrien nach Solingen. Der 45-jährige Architekt wurde aus einem laufenden Praktikum bei der Stadt Solingen fest im Gebäudemanagement angestellt. (Foto: © Bastian Glumm)
Salah Edden Alhalabi kam 2018 aus Syrien nach Solingen. Der 45-jährige Architekt wurde aus einem laufenden Praktikum bei der Stadt Solingen fest im Gebäudemanagement angestellt. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Für Salah Edden Alhalabi begann das Praktikum bei der Solinger Stadtverwaltung zunächst nicht so, wie er es erwartet hatte. Als ausgebildeter Architekt mit mehrjähriger Berufserfahrung landete der 45-jährige Syrer nämlich beim Stadtdienst Natur und Umwelt im Forstamt. Aber das sollte nicht lange so bleiben. Der Familienvater bewarb sich für eine Praktikumsstelle bei der Stadt Solingen im Rahmen des Projektes „Qualifizierung von syrischen Geflüchteten in deutschen Kommunalverwaltungen“, das in einer zweiten Förderrunde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgelegt und finanziert und von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchgeführt wird.

Als Architekt in Syrien und Kuwait gearbeitet

In Solingen nehmen derzeit fünf Frauen und Männer an dem Programm teil. Salah Edden Alhalabi ist einer der Teilnehmer. Er kam 2018 nach Deutschland und lebte vorher in Damaskus. Zuletzt arbeitete er rund 17 Jahre als Architekt in Kuwait in Führungsposition. „Vor dem Krieg bin ich zwischen Kuwait und Syrien gependelt“, sagt der Vater von drei Kindern. Mit seiner Familie lebt der 45-Jährige jetzt in Solingen. „Ich habe mich im vergangenen Jahr für den Praktikumsplatz beim Stadtdienst Natur und Umwelt beworben, was allerdings eine rein praktische Aufgabe war. Wir waren viel im Wald unterwegs und haben dort gearbeitet, da habe ich keinerlei Erfahrung“, erinnert sich Alhalabi.

Dann sprang ihm der Zufall zur Seite. „Wir haben davon Wind bekommen, dass ein Architekt bei den Förstern ist. Und dann haben wir uns ganz einfach gesagt: Komm, den holen wir uns“, erklärt Nicole Dockendorf, Abteilungsleiterin im Gebäudemanagement der Stadt Solingen, mit einem Lächeln. Nach Rücksprache mit dem Stadtdienst Integration, der die Praktika organisiert, konnte Salah Edden Alhalabi nach vier Monaten vom Stadtdienst Grün ins Gebäudemanagement der Stadt Solingen wechseln und arbeitet seit vergangenem August im Verwaltungsgebäude an der Bonner Straße endlich im Rahmen seiner Profession, nämlich als Architekt.

Nach kurzer Zeit Festanstellung als Architekt angeboten

In der neuen Abteilung lebte sich der erfahrene Architekt so schnell so gut ein und zeigte dabei derartig herausragende Leistungen, dass man sich entschied, ihm nach kurzer Zeit sogar eine Festanstellung anzubieten: „Wir hatten eine Stelle bei uns frei, Herr Alhalabi bringt sehr viele Qualifikationen mit. Wir haben ihn noch während des Praktikums im Februar bei uns angestellt. Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist“, freut sich Abteilungsleiterin Nicole Dockendorf. Eine echte Erfolgsgeschichte. Die Stelle ist zunächst für zweieinhalb Jahre befristet. Zu den Aufgaben des neuen Mitarbeiters in der Abteilung Objektverwaltung und Gebäudesicherheit gehört im Grunde das gesamte Spektrum, das bei städtischen Bestandsgebäuden anfällt.

Freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit: Mentorin Ursula Peters-Horlitz, Architekt Salah Edden Alhalabi und Nicole Dockendorf, Abteilungsleiterin im Gebäudemanagement der Stadt Solingen. (Foto: © Bastian Glumm)
Freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit: Mentorin Ursula Peters-Horlitz, Architekt Salah Edden Alhalabi und Nicole Dockendorf, Abteilungsleiterin im Gebäudemanagement der Stadt Solingen. (Foto: © Bastian Glumm)

„Es geht um Bestandsgebäude, aber es geht auch um kleine bis mittlere Baumaßnahmen, die wir ebenfalls durchführen. Derzeit haben wir vor allen Dingen sehr viel mit unseren Schulen zu tun“, zeigt Nicole Dockendorf auf. Im Grunde wird alles, was im Besitz des städtischen Gebäudemanagements ist, wird vom Team um Nicole Dockendorf verwaltet und instandgehalten. Eine Aufgabe, die man nicht ausschließlich vom Schreibtisch aus erledigen kann.

Die städtischen Liegenschaften instandhalten

Deshalb ist Salah Edden Alhalabi regelmäßig in Solingen unterwegs und nimmt die städtischen Liegenschaften genauer unter die Lupe. „Bei uns gibt es die Jahresbegehung. Einmal im Jahr wird von uns jedes städtische Gebäude proaktiv besucht und wir schauen, ob dort alles in Ordnung ist. Derartiges habe ich in Syrien und in Kuwait nicht erlebt“, so Architekt Alhalabi, der zu Beginn seines Praktikums zunächst mit kleineren Aufgaben betraut wurde.

So hat er beispielsweise alle barrierefreien Parkplätze auf städtischem Gelände kartiert und erfasst. „Inzwischen fängt er jetzt an, gemeinsam mit einem Kollegen bei kleineren Dingen die Bauleitung zu übernehmen“, erläutert Nicole Dockendorf. Im Team habe er sich hervorragend integriert, längst sei er eine tragende Säule der Abteilung. Wer am Projekt teilnimmt, bekommt eine Mentorin oder einen Mentor zur Seite gestellt. Dabei handelt es sich um ehrenamtliche Führungskräfte der Stadt Solingen, die bereits pensioniert bzw. in Rente sind. Um Salah Edden Alhalabi kümmert sich die ehemalige Verwaltungsmitarbeiterin Ursula Peters-Horlitz.

„Das Programm endet am 31. März, aber ich denke nicht, dass unser Kontakt dann endet“, macht die Mentorin deutlich, die ihrem Schützling während des Praktikums mit Rat und Tat zur Seite stand.

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