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Umweltfreundliches Lastenrad aus dem 3D-Drucker

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Entwickeln gemeinsam ein Bambus-Lastenrad aus dem 3D-Drucker: v.li. Phil Derichs und Evgeniy Khavkin von der Solinger Wirtschaftsförderung mit Gründer Markus Krawietz. (Foto: © Bastian Glumm)
Entwickeln gemeinsam ein Bambus-Lastenrad aus dem 3D-Drucker: v.li. Phil Derichs und Evgeniy Khavkin von der Solinger Wirtschaftsförderung mit Gründer Markus Krawietz. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Kluge Köpfe mit innovativen Ideen nach Solingen zu holen ist nur eine der Zielsetzungen des Gründer- und Technologiezentrums mit 3D-Campus und coworkit. Ein Paradebeispiel dafür, wie das gelingen kann, ist der Gründer Markus Krawietz aus Düsseldorf. Er hat ein ganz besonderes Lastenrad in der Planung, das aus dem Werkstoff Bambus bzw. aus dem 3D-Drucker entstehen soll.

Hilfe bei der Entwicklung des Geschäftmodells

„Den Markus habe ich bei einem Pitch für das Gründerstipendium NRW kennengelernt, bei dem ich ja den Standort Solingen vertrete. Ich habe gesehen, dass er ein sehr technisch veranlagter Gründer ist. Ich habe ihm dann angeboten, doch zu uns nach Solingen zu kommen, denn wir bieten ja ebenfalls die Entwicklung eines Geschäftsmodells mit an“, erklärt Sven Wagner, Prokurist des Gründer- und Technologiezentrums (GuT) in Solingen und treibende Kraft des Coworking-Konzeptes in der Klingenstadt.

Der 29-jährige Maschinenbauingenieur Markus Krawietz nutzte diese Chance – und blieb. Gemeinsam mit den Experten des GuT tüftelt er seit Anfang des Jahres an den technischen Finessen seines Lastenrads. Aber auch in Sachen Geschäftsmodell nutzt er die umfänglichen Angebote, die ihm im Solinger Gründerzentrum geboten werden. „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Während des Studiums kam mir die Idee, ein ganz besonderes Lastenrad zu entwickeln. Mein Professor war von der Idee begeistert und so bekam ich die Gelegenheit, eine Master-Thesis darüber zu schreiben“, sagt der fahrradbegeisterte 29-Jährige.

Ganze Bauteile für das Lastenrad kommen aus den Druckern der 3D-Werkstatt im Solinger Gründer- und Technologiezentrum. (Foto: © Bastian Glumm)
Ganze Bauteile für das Lastenrad kommen aus den Druckern der 3D-Werkstatt im Solinger Gründer- und Technologiezentrum. (Foto: © Bastian Glumm)

Prototyp des Lastenrads noch im Sommer umsetzen

Der Clou: Das Rad wurde so geplant, dass es aus dem leichten und natürlich vorkommenden Werkstoff Bambus hergestellt werden kann. Nach seinem Studium machte sich Markus Krawietz mit seinem Start-Up „Kaboo.Design“ selbstständig und bewarb sich erfolgreich für ein Gründerstipendium. In Solingen nahm der 29-jährige Gründer am “bergsteiger accelerator” der Wirtschaftsförderung teil. „Was ich alles als Ingenieur nicht wusste, wird mir hier nahegebracht“, freut sich Krawietz.

Während er von Phil Derichs bei der Entwicklung des Geschäftsmodels unterstützt wird, hilft Technologie-Manager Evgeniy Khavkin in der 3D-Werkstatt bei der Planung und dem Druck der einzelnen Komponenten für einen Prototypen des Lastenrads. „Wir scannen die Kontur des Bambus und pflegen diese in die CAD-Software ein, so dass wir die Muffe entsprechend produzieren können“, so Markus Krawietz weiter. Einen Prototyp des Lastenrads würde der junge Gründer gerne noch in diesem Sommer präsentieren.

Markus Krawietz schwört auf den Werkstoff Bambus. Dieser ist leicht und natürlich. (Foto: © Bastian Glumm)
Markus Krawietz schwört auf den Werkstoff Bambus. Dieser ist leicht und natürlich. (Foto: © Bastian Glumm)

Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportalternativen

„Innenstädte gehen im Verkehrskollaps bald unter, die Luft wird immer unreiner. Gerade im Lieferverkehr werden Lastenräder wichtiger“, beobachtet Krawietz, der noch in diesem Jahr mit seinem umweltfreundlichen Rad in eine Serienproduktion gehen möchte. „Wir haben die Konstruktion neu aufgelegt, wir haben Modifikationen vorgenommen und in zahlreichen Meetings gemeinsam versucht, serientaugliche Bauteile zu konstruieren“, erläutert Evgeniy Khavkin.

Nicht alle Bauteile können allerdings in der 3D-Werkstatt im GuT produziert werden. Bestimmte Teile aus Metall etwa, die ganz besonderer Beanspruchung ausgesetzt werden, müssen extern besorgt werden. „Deshalb setzen wir auf Partnerschaften. Wir haben bei verschiedenen Technologielieferanten vorgesprochen und unser Konzept vorgestellt“, so Khavkin weiter. Und das mit Erfolg, entsprechende Bauteile für den Prototypen konnten auf diese Weise kostenfrei besorgt werden. So entsteht im GuT ein ganzheitliches Produkt, für das neben dem Gründer selbst auch die Fachleute vor Ort ihre Expertise in die Waagschale geworfen haben.

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