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Von Nairobi nach Solingen: Die ersten Schritte auf Station

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Nach überstandener Operation kämpft sich Steven Jacob Amunga (mi.) Schritt für Schritt in ein Leben ohne Behinderung. An seiner Seite: Dr. Oliver Voß (li.), Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, und Physiotherapeut Michele Lorenzo Patricelli. (Foto: © Bastian Glumm)
Nach überstandener Operation kämpft sich Steven Jacob Amunga (mi.) Schritt für Schritt in ein Leben ohne Behinderung. An seiner Seite: Dr. Oliver Voß (li.), Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, und Physiotherapeut Michele Lorenzo Patricelli. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Sprichwörtlich Schritt für Schritt kämpft sich Steven Jacob Amunga in ein neues Leben. In ein aktives Leben, das frei von körperlicher Behinderung ist. Vergangene Woche wurde der 20-jährige Kenianer erfolgreich im Klinikum an der Hüfte operiert. Heute ist er schon den zweiten Tag auf den Beinen und arbeitet bereits intensiv mit Physiotherapeut Michele Lorenzo Patricelli. Eine mitunter schmerzhafte Angelegenheit für den jungen Mann.

„Er läuft noch nicht so rund, wie man das erwarten würde. Die Streckung im Oberschenkel fehlt noch“, erklärt Dr. Oliver Voß, Oberarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie im Klinikum Solingen. Fast 18 Jahre lebte Steven mit seinem rechten Bein, das aufgrund eines nie sauber verheilten Bruches kürzer war als das linke. Dr. Voß und sein Team setzten vergangenen Donnerstag eine Endoprothese ein und glichen so die Beinlänge an.

Tägliche Physiotherapie steht auf dem Plan

Daran muss sich die Muskulatur allerdings noch „gewöhnen“, da sich diese noch nicht mit der neuen Beinlänge mitentwickeln konnte. Und genau das muss Steven nun intensiv trainieren. „Das muss er lernen. Es ist ganz natürlich, dass er das Bein anwinkelt, um so auch die Muskulatur zu entspannen“, so Dr. Oliver Voß weiter. Derzeit nimmt Michele Lorenzo Patricelli Steven jeden Tag eine halbe Stunde unter seine Fittiche.

Übung macht den Meister. Steven muss jetzt lernen, die Muskulatur im betroffenen Oberschenkel zu strecken. Das kann mitunter eine schmerzhafte Angelegenheit sein. (Foto: © Bastian Glumm)
Übung macht den Meister. Steven muss jetzt lernen, die Muskulatur im betroffenen Oberschenkel zu strecken. Das kann mitunter eine schmerzhafte Angelegenheit sein. (Foto: © Bastian Glumm)

Dann gehen die beiden auf Wanderschaft. Allerdings eher im Nahbereich, den Gang der Station im vierten Stock des Hauses E im Klinikum rauf und runter. Oder auch mal ein paar Stufen laufen im Treppenhaus, was für Steven noch kein Vergnügen ist. „Ich traue ihm aber durchaus zu, dass er jetzt schon so weit ist und selbst laufen kann“, freut sich Dr. Voß.

Steven kann wahrscheinlich am Freitag entlassen werden

Auch die Wundheilung ist prima verlaufen. Läuft jetzt alles weiter nach Plan und auch Physiotherapeut Michele Lorenzo Patricelli gibt grünes Licht, dann könnte Steven bereits am kommenden Freitag entlassen werden. Dann beginnt für ihn der nächste Teil der Genesung, wenn seine Physiotherapie in Bethanien in Aufderhöhe fortgesetzt werden wird.

Im Klinikum hat Steven Jacob Amunga bei Ärzten und dem pflegenden Personal auf jeden Fall einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. „Das ist ein total netter Kerl. Und dabei so lebensbejahend, das ist großartig. Vor allem wenn man bedenkt, was er schon alles mitgemacht hat“, macht Dr. Oliver Voß deutlich. Die Operation in der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie ist eine Hilfsleistung von Chefarzt Prof. Dr. Sascha Flohé und seinem Team. Der Kontakt wurde über die Hilfsorganisation Vizazi International hergestellt, die sich um Waisenkinder in Kenia kümmert

Wie es mit Steven weitergeht, lesen Sie demnächst im SolingenMagazin.

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