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Vor 25 Jahren: Ulrich Uibel erster hauptamtlicher OB Solingens

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Kamen zur feierlichen Verabscheidung von Solingens damaligen Oberbürgermeister Norbert Feith (re., CDU) im Oktober 2015 im Alten Hauptbahnhof zusammen: v.li. Die ehemaligen Solinger SPD-Oberbürgermeister Ulrich Uibel (†) und Gerd Kaimer (†) mit Bernd Wilz (CDU), ehemaliger Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
Kamen zur feierlichen Verabscheidung von Solingens damaligen Oberbürgermeister Norbert Feith (re., CDU) im Oktober 2015 im Alten Hauptbahnhof zusammen: v.li. Die ehemaligen Solinger SPD-Oberbürgermeister Ulrich Uibel (†) und Gerd Kaimer (†) mit Bernd Wilz (CDU), ehemaliger Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Vor 25 Jahren begann eine neue Zeitrechnung im Solinger Rathaus: Denn mit Ulrich Uibel (SPD) wurde am 5. Juni 1997 der erste hauptamtliche Oberbürgermeister in der Klingenstadt gewählt. Uibel übernahm die Amtsgeschäfte von seinem Vorgänger Gerd Kaimer, der seit 1984 ehrenamtlich das Amt des Oberbürgermeisters bekleidet hatte.

Reform der Gemeindeordnung von 1994

Ulrich Uibel, Fraktionsvorsitzender der SPD, trat bei der entscheidenden Abstimmung im Stadtrat als Kandidat der rot-grünen Mehrheit gegen Franz Haug (CDU) an. Der Christdemokrat genoss die Unterstützung der bürgerlichen Fraktionen im Stadtrat. Mit einer Mehrheit von 30 zu 28 Stimmen gewann Ulrich Uibel die Wahl im zweiten Anlauf. Denn ein Tintenfleck auf einem Stimmzettel hatte einen zweiten Durchgang erforderlich gemacht. Seine Vereidigung und Amtseinführung erfolgte drei Wochen nach der Wahl am 26. Juni 1997.

Dass der damals 43-jährige Ulrich Uibel das Amt zur Mitte der Legislaturperiode von Gerd Kaimer übernahm, hing mit der Reform der Gemeindeordnung von 1994 zusammen. Denn diese sah für 1999 den Abschied von der so genannten Doppelspitze im Rathaus vor. Seit 1946 hatten sich der ehrenamtlich tätige und direkt von den Solingerinnen und Solingern gewählte Oberbürgermeister sowie der hauptamtlich tätige und vom Stadtrat gewählte Oberstadtdirektor die Geschäfte an der Spitze der Verwaltung geteilt.

Ämterteilung fand in Solingen 1999 ein Ende

Diese Ämterteilung sollte 1999 ein Ende haben. Deshalb wurde mit der Reform der Gemeindeordnung für den Zeitraum von 1994 bis 1999 eine Übergangsphase vereinbart. Als der amtierende Solinger Oberstadtdirektor Ingolf Deubel (SPD) als Staatssekretär in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz berufen wurde, entschied sich der Stadtrat einen hauptamtlichen Oberbürgermeister zu bestimmen.

Damit vereinte Ulrich Uibel als erster die Aufgaben des Oberbürgermeisters und des früheren Oberstadtdirektors in einer Funktion. Als seine ehrenamtlichen Stellvertreter wählte der Stadtrat folgende Bürgermeister als Repräsentanten der Stadt Solingen Gerd Kaimer (SPD), Bernd Krebs (CDU) und Julia Freiwald (Bündnis 90/Die Grünen).

Ulrich Uibel unterlag 1999 Franz Haug (CDU)

Bereits 1999 endete Ulrich Uibels Zeit als OB. Bei der Kommunalwahl unterlag der Sozialdemokrat dem CDU-Kandidaten Franz Haug, der damit als erster direkt von den Solingerinnen und Solingern gewählte hauptamtliche Oberbürgermeister ins Amt gelangte und es bis 2009 auch unangefochten behielt. Für eine dritte Amtszeit mochte Haug 2009 dann nicht mehr kandidieren.

„Mit Ulrich Uibel aber wird immer der Wechsel zum hauptamtlichen Oberbürgermeister heutiger Prägung verbunden bleiben“, sagt Solingens amtierender Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Dass Ulrich Uibel nach seinem unerwartet frühen Tod mit nur 66 Jahren im August 2020 posthum der Ehrenring der Stadt Solingen verliehen wurde, sage alles über die Wertschätzung, die sein Vorgänger genieße, erklärt Kurzbach. „Noch heute erinnern sich viele Menschen in vielen Situationen an Uli – auch ich.“

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