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6.000 Kilometer von Brücke zu Brücke für Kriegskinder

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Fahren für das Friedensdorf 6.000 Kilometer von Brücke zu Brücke: Uli Preuss (li.) und Jürgen Beu. (Foto: © Uli Preuss)
Fahren für das Friedensdorf 6.000 Kilometer von Brücke zu Brücke: Uli Preuss (li.) und Jürgen Beu. (Foto: © Uli Preuss)
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Von Uli Preuss

SOLINGEN (up) – Als das dunkelblaue Spider-Cabrio aus dem Jahre 1979 vom Band lief, war das Friedensdorf schon zwölf Jahre alt und der Vietnamkrieg seit vier Jahren beendet. Jetzt entdecken die Oberhausener Friedensdorf-Helfer und die beiden Solinger Teilnehmer der 6.000 Kilometer langen „Six-Bridges-Rally“, an der der alte Fiat teilnehmen wird, echte Gemeinsamkeiten. Fahrer Jürgen Beu und „Backseater“ Uli Preuss, aber auch die Kinderhilfsorganisation verbindet der internationale Gedanke. Während in Oberhausen-Schmachtendorf Kinder aus aller Welt wieder gesund gepflegt werden, rollt das spritzige Cabrio mit seinen beiden Fahrern ab Samstag durch neun europäische Länder und setzt ein völkerverbindendes Zeichen.

„Six-Bridges-Rally“ startet am 11. September

„Wir wollen die Menschen nach dieser schweren Zeit der Pandemie unter den gebotenen Regeln wieder zusammenbringen“, sagt Friedensdorf-Botschafter Uli Preuss und hofft bis zum Start am 11. September auf eine Besserung der aktuellen Pandemie-Lage. Der 66-Jährige ist Beifahrer auf der gewaltigen Strecke, die er mit Fahrer Jürgen Beu, ebenfalls 66, bewältigen will. Da beide sogenannte Best Ager, also im besten Alter sind, lag die Startnummer 66 auf der Hand und ziert bald die Autotüren. „Der Rest des edlen Blechs wurde beklebt mit Firmenlogos der Sponsoren, die zugunsten des Friedensdorfes viel Geld für unsere Schützlinge geben“, wünscht sich Botschafter Uli Preuss.

Wer 1.000 Euro und mehr spendete, klebt auf dem blauen Lack der italenischen Diva. Bislang sind das die Solinger Rotarier, die Autohäuser Nouvertne und Schönauen, die Bäckerei Stöcker und seit wenigen Tagen auch die Solinger Firma Lumea. Technisch vorbereitet wird der Spider von der Autowerkstatt Dornseifer. „Es war mir wichtig, diese Aktion zugunsten der Kriegskinder zu unterstützen“, sagt Chef Falk Dornseifer.

Mit Andreas Herlinghaus (li.) und Frank Schmidt (2.v.li.) starten zwei Ex-Feuerwehrleute ebenfalls für das Friedensdorf. (Foto: © Uli Preuss)

Zwei Teams gehen für das Friedensdorf an den Start

Ein zweites Team wird ebenfalls für das Friedensdorf an den Start gehen. Mit Frank Schmidt und Andreas Herlinghaus starten zwei Ex-Feuerwehrleute in ihrem schicken Ford Kombi. Andreas Herlinghaus: „Uns geht besonders das Schicksal der kleinen Friedensdorf-Patientin Shakzoda nahe, sie erlitt als Baby schwere Brandverletzungen.“ Die Vierjährige wird bald in einem Emmericher Krankenhaus operiert und ist eines von derzeit 73 Kindern, die im Friedensdorf betreut werden. Ein geplanter Einsatz in Afghanistan Anfang August kam aufgrund der Ereignisse der letzten Wochen nicht zustande und soll nachgeholt werden.

Los geht´s am kommenden Samstag. Gestartet wird ab 10.30 Uhr unter der Müngstener Brücke. 15 Tage später sollen die Teilnehmer wieder in Solingen ankommen. Derzeit sind 40 Teams am Start. Star dürfte ein Bentley-Nachbau sein, der schon mit Fahrer Arnold Schulze an der Kontinent-Fahrt Paris – Peking teilnahm. Ein alter Bulli, ein Käfer und alte Opel und Mercedes Limosinen werden ebenso unterwegs sein wie fünf Motorräder.
Die Insassen verbindet dann eine 6.000 Kilometer lange Fahrt, möglichst ohne Handy und stattdessen per Strassenkarte navigiert, alle Teilnehmer fahren die sechs baugleichen Brücken an.

Ururenkelin von Gustav Eiffel unterstützt die Fahrt

Erstes großes Zwischenziel ist die bei Bergamo stehende Ponte San Michele. Es folgen Brücken in Frankreich und Portugal. Warum aber diesen Aufwand von 6.000 Kilometern durch neun europäische Länder? Organisator Timm Kronenberg weiß es: „Alle Brücken von Deutschland über Italien, Frankreich bis Portugal verbindet die Gemeinsamkeit der außergewöhnlichen Bauweise.“ Und so haben die Städte, zu denen die Brücken gehören, sich gemeinsam als Weltkulturerbe beworben. Mitorganisator Marc Baehr: „Unsere Rallye soll den gemeinsamen Gedanken unterstützen.“

Unterstützt wird die Fahrt übrigens von der Ururenkelin von Gustav Eiffel. Sie hat gemeinsam mit dem Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach die Schirmherrschaft für die Fahrt übernommen. Ihr Ururgroßvater konstruierte den Pariser Eiffelturm und baute zwei der sechs Rundbogenbrücken. Madame Larnaudie-Eiffel wird die Teilnehmer am Zwischenziel nahe Bordeaux begrüßen.

Regelmäßige Blog-Einträge im SolingenMagazin

Im SolingenMagazin werden Jürgen Beu und Uli Preuss vom Team Friedensdorf in digitaler Form von unterwegs berichten. Leser können so miterleben, was in Bergamo, Porto oder Bordeaux passiert. Sinn ist es dann auch, Gelder für die kranken und verletzten Kinder aus Kriegen und Krisen zu sammeln, die im Oberhausener Friedensdorf gesund gepflegt werden.

Wer spenden und helfen will:

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