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Alles im Kasten beim Güterhallenfest im Südpark

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Die Ateliers haben das gemeinsame Thema mit Individualität und Kreativität umgesetzt. Die Mitglieder des Ateliers KünstlerPack zeigen das Bild eines Chaos-Arbeitstisches. Daneben hängen alle Artikel, die auf dem Bild zu sehen sind. (Foto: © Martina Hörle)
Die Ateliers haben das gemeinsame Thema mit Individualität und Kreativität umgesetzt. Die Mitglieder des Ateliers KünstlerPack zeigen das Bild eines Chaos-Arbeitstisches. Daneben hängen alle Artikel, die auf dem Bild zu sehen sind. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Zehn große gefüllte Würfel auf der Wiese vor den Ateliers – so präsentiert sich den Besuchern das Güterhallenfest im Südpark. Die Außen-Installation „The Cubes“ ist die Hauptattraktion des Festes. Während die Kastenform den roten Faden bildet, weisen die Füllungen Unterschiede auf, wie sie nicht größer sein könnten.

Würfel mit viel Kreativität gefüllt

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Michael Boeck, RahmenKunst, hat seinen Würfel mit einer Installation aus schwebenden Kugeln auf einem Spiegelgrund gefüllt. „Die Kunststoffkugeln sind mit Blattaluminium, -messing oder –kupfer belegt und dann bearbeitet. Das hauchdünne Material wird mit einer leicht klebenden Belegemulsion aufgelegt und angedrückt. Beim anschließenden Bearbeiten mit Stahlwolle entstehen Reflexe“, erläutert Boeck die Bearbeitung. Einen Namen hat er der Installation nicht gegeben. „Der Betrachter soll nichts Vorgegebenes hineininterpretieren, sondern frei entscheiden, was er sieht.“

Die Mitglieder des Ateliers KünstlerPack haben einen typischen Chaos-Arbeitstisch im Bild dargestellt. Daneben sind alle Artikel, die auf dem Foto zu sehen sind, aufgehängt. Stillleben im Detail nennt sich das Werk.

Michael Bock von RahmenKunst hat eine Lichtinstallation aus Kunststoffkugeln geschaffen. Auf dem Boden sind Spiegelfragmente angeordnet. (Foto: © Martina Hörle)
Michael Bock von RahmenKunst hat eine Lichtinstallation aus Kunststoffkugeln geschaffen. Auf dem Boden sind Spiegelfragmente angeordnet. (Foto: © Martina Hörle)

„Natur pur?“, fragen sich Bea Kahl und Beatrix Deus. Äste ergeben mit Bambusstöcken eine bizarr anmutende Collage. „Wir hatten verschiedene Varianten ausprobiert. Doch letztlich gefiel uns die puristische Art am besten“, erläutert Bea Kahl das Gemeinschaftswerk.

Janine Werner und Karen Ulrich haben das Leben in einer Box umgesetzt. Schwebende Gaze-Figuren auf einem Drahtgestell sind zum Teil mit grüner Leuchtfarbe bearbeitet. Bei der einen Figur ist es das Auge, bei einer anderen die Hände. Die entsprechenden Körperteile werden bei Dunkelheit mit LED beleuchtet.

Natur puristisch umgesetzt

William Brown Boyd erinnert mit des Mortimers Kunst an Steampunk. Volker Heise und Werner Schwobe haben sich für eine Riesenausgabe des Stäbchenspiels Mikado entschieden. Thorsten Richartz nennt sein Werk „MusicModulesWires“ und die Kubus-Füllung von Boris von Reibnitz heißt schlicht „Im Körbchen“.

„Ich wollte den Raum des Würfels mit Transparenz und Leichtigkeit füllen“, so Astrid Kirschey. Sie hat rund 200 Meter schwarzes und weißes Seil verarbeitet. Die unterschiedlichen Perspektiven ergeben immer neue Effekte. „Es war eine aufwändige Installation“, betont die Künstlerin. Die Sicherheitsseile seien sehr hart und dadurch schwer zu verarbeiten, schildert sie die Schwierigkeit.

Im Atelier 26 ist ein Gemeinschaftswerk von Beatrix Deus (li.) sowie Wladimir und Olga Vollmer zu sehen. Wenn hier die Würfel fallen (17 an der Zahl), heißt es 6er Pasch. (Foto: © Martina Hörle)
Im Atelier 26 ist ein Gemeinschaftswerk von Beatrix Deus (li.) sowie Wladimir und Olga Vollmer zu sehen. Wenn hier die Würfel fallen (17 an der Zahl), heißt es 6er Pasch. (Foto: © Martina Hörle)

Auch im Inneren der Ateliers ist das Thema des Kastens aufgegriffen worden. In der Galerie SK entstehen Fühlkartons. Eifrig sitzen kleine Künstler am Tisch und bemalen oder bekleben Schuhkartons. Das Innenleben besteht aus allerlei tastintensivem Material. Das gibt später ein spannendes Fühlen und Raten. Jedes Kind kann seinen Kasten mit nach Hause nehmen und nach Belieben neu füllen.

Im Atelier Behauptungen sieht man in einer Slideshow ein Shooting mit über 70-Jährigen. Entstanden sind die Szenen im Skriptorium von Sabine Danielzig in Gräfrath. „Es sollten stilvolle Aufnahmen mit Menschen dieser Altersgruppe sein. Deshalb der Titel Golden Ager in Szene gesetzt“. Die Präsentation ist eine Gemeinschaftsarbeit von Bea Kahl, Tom Richter, Conny Iserhardt und Kristin Korte.

Golden Ager beim Shooting

Eine weitere Gemeinschaftsarbeit findet sich im Atelier 26. Beatrix Deus hat zusammen mit Olga und Wladimir Vollmer eine große Installation mit zehn kleinen und sieben großen Würfeln entworfen. „Die Kastenform findet sich dem Thema entsprechend hier wieder“, erklärt Beatrix Deus. „Wir wollten die gefallenen Würfel positiv benennen. 6er Pasch – gewonnen.“

Monkey Maze mit Funk und Rock. Die neue Band hat sich erst vor kurzer Zeit zusammengefunden. Das Quartett, bestehend aus (v. li. Michael Trappe, Tatjana Klanfar, Ingo Schleutermann, im Hintergrund Thomas Jungbluth) begeistert mit Coversongs und Eigenkompositionen. (Foto: © Martina Hörle)
Monkey Maze mit Funk und Rock. Die neue Band hat sich erst vor kurzer Zeit zusammengefunden. Das Quartett, bestehend aus (v. li. Michael Trappe, Tatjana Klanfar, Ingo Schleutermann, im Hintergrund Thomas Jungbluth) begeistert mit Coversongs und Eigenkompositionen. (Foto: © Martina Hörle)

Musikalisch sorgen Monkey Maze mit Coversongs und Eigenkompositionen für super Stimmung. „Nachdem sich die Band Solid Blues Machine aufgelöst hatte, ist in einer geänderten Kombination Monkey Maze entstanden“, erklärt Künstler und Gitarrist Ingo Schleutermann. „Spannend daran ist, dass jedes der Bandmitglieder eine ganz andere musikalische Orientierung vorweist. Unser Repertoire besteht aus Rock, Funk und Blues.“ Neben Schleutermann besteht das Quartett aus Sängerin Tatjana Klanfar, Bassist Michael Trappe und am Schlagzeug Thomas Jungbluth.

Monkey Maze mit Rock und Funk

Am Sonntag geht’s weiter. Von 11 – 17 Uhr können die Besucher zahlreiche Aktionen, Ausstellungen und Live Musik erleben. In der Galerie KünstlerPack sind viele kleine Kunstwerke ausgestellt, die ab einer Spende von 10,- Euro erworben werden können.

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