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Auf dem Weg zum digitalen Klassenraum

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Die Stadt Solingen will auch weiterhin verstärkt in Schulen investieren. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
Die Stadt Solingen will auch weiterhin verstärkt in Schulen investieren. (Archivfoto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (red) –  „Die Solinger Schulen sind auf dem Weg ins digitale Klassenzimmer„, betonte Schuldezernentin Dagmar Becker, die bei der Begrüßung der rund 40 Teilnehmenden hervorhob bei der Konferenz „Digitalisierung“ des Regionalen Bildungsbüros im Friedrich-List-Berufskolleg, wie viel die Stadt Solingen bereits investiert hat. Um 20.000 Schülerinnen und Schüler bis Ende des nächsten Jahres auch digital unterrichten zu können, fließen – unterstützt vom aktuellen Digitalpakt und dem Landesprojekt „Gute Schule 2020“ – rund 16 Millionen Euro.

Digitalisierung der Schulen schreitet voran

Die Beigeordnete dankte allen an diesem Mammutprozess Beteiligten. Der Projektleiter für die Digitalisierung der Schulen, Matthias Ohmsen, zeigte in seinem Bericht, wie rasant die Ausstattung der Solinger Schulen mit Breitbandanbindung, Präsentations-Hardware und WLAN für ein schnelles Internet vorangehe.

Die Schulrätin für die Grundschulen, Monika Hannemann, sieht insbesondere für Kinder mit Förderbedarf in Lern-Apps ein großes Potenzial. Diese Apps können die pädagogischen Multiplikatoren auf dem ersten „Medientag Grundschulen“ am 18. November von 9 bis 15 Uhr in der Stadtbibliothek kennenlernen. Dort werden auch die beiden Solinger Lehrer anwesend sein, deren „Best-practice-Beispiele“ schon bei der Bildungskonferenz Lust auf Digitalisierung machten. Die Teilnehmenden staunten nicht schlecht, als Stefan Jänen von der Grundschule Bogenstraße demonstrierte, wie sich schon Erstklässler mit dem Projekt „Mond-Roboter“ von „Lego We Do 2.0“ spielerisch an das Programmieren heranführen lassen.

Bildungskonferenz ein wichtiger Wegweiser

Daniel Weber von der Grundschule Bökerhof präsentierte eine Art Schnitzeljagd per QR-Code: Seine Schülerinnen und Schüler bewegen sich mit einer digitalen Stationenarbeit über das ganze Schulgelände, um mit Hilfe hinterlegter QR-Codes Ergebnisse abzurufen und diese mit ihren Lösungen zu vergleichen. „Beide Grundschulen arbeiten schon jetzt in Sachen Digitalisierung eng zusammen und lernen voneinander“, hob Nicole Wrana, Schulleiterin an der Bogenstraße, die gute Vernetzung hervor. Ein drittes Beispiel des gemeinsamen Online-Lernens gab Dr. Markus Richert vom Technischen Berufskolleg.

Der Geist des neuen „Mindsets“, also der digitalen Denkweise, wehte auch durch die anschließenden Austausch-Runden. Deren Ergebnisse fassten Dagmar Becker, Monika Hannemann und die Moderatorin Anita Ranzan am Ende der dreistündigen Veranstaltung so zusammen, dass die durch die Bildungskonferenz initiierte Vernetzung aller Beteiligten ein wichtiger Wegweiser war. Der Austausch der Solinger Schulen soll zukünftig durch den Pädagogischen Mitarbeiter des Regionalen Bildungsbüros, Oliver Dienhoff, weiter unterstützt und koordiniert werden.

„Keine Angst: Wichtige Informationen bekommen Sie weiterhin in Papierform über Ihre Kinder.“ Diese Anekdote über die Einführung eines Mail-Verteilers an der Grundschule seiner Kinder erzählte jetzt ein Vater bei der Konferenz. Das bei der Konferenz gezeigte Videointerview mit besagtem Vater – der Software-Entwickler Mirko Novakovic hat inzwischen seinen Firmensitz in die USA verlegt – zeige, dass die weltweit digitale Kommunikation auch in Solingen ein gutes Stück vorangekommen sei.

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