Start Aktuelles Borgmann: „Wir brauchen einen Masterplan für die Innenstadt“

Borgmann: „Wir brauchen einen Masterplan für die Innenstadt“

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Wie geht es mit der Solinger City, der Innenstadt und vor allen Dingen der Hauptstraße weiter? (Foto: © Bastian Glumm)
Wie geht es mit der Solinger City, der Innenstadt und vor allen Dingen der Hauptstraße weiter? (Foto: © Bastian Glumm)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (bgl) – Dass der Umzug von Intersport Borgmann von der unteren Hauptstraße in die Clemens-Galerien fast schon wie der finale Todesstoß für den Einzelhandel in dem darbenden Bereich der Solinger Innenstadt anmutet, scheint den Stadtplanern im Rathaus wohl bewusst zu sein. Entsprechendes wurde seitens der Stadtverwaltung kundgetan, als der Umzug des Fach-Sporthandels in die Galerien veröffentlicht wurde (wir berichteten).

Gleichzeitig mahnt aber auch Michael Borgmann von Intersport Borgmann dazu, sich in der City neu aufzustellen und umzudenken. „Alle Städte sind gut beraten, die Einzelhandelsflächen etwas einzudampfen“, betont der Unternehmer. Ein Gedankengang, der auch im Rathaus seit geraumer Zeit verfolgt wird.

Schwerpunkte in der City bilden

„Es geht jetzt darum, mutige Veränderungen für die Innenstadt voranzubringen. Denn diese sind heute erforderlich“, so Borgmann weiter. Schwerpunkte bilden und den Einzelhandel an bestimmten Punkten konzentrieren, in der Solinger Innenstadt könnten als Angelpunkte der Hofgarten und die Clemens-Galerien dienen, und die Verbindungen zu eben jenen zu attraktiveren, könnte auch in der Klingenstadt zum Erfolg führen. „Wir brauchen aber in Solingen unbedingt einen Masterplan für die Innenstadt“, fordert der Unternehmer.

Intersport Borgmann hat Flächen angemietet, in denen vormals Douglas und Thalia untergebracht waren. Auf zwei Etagen verfügt man über rund 1.400 Quadratmeter. (Foto: © Bastian Glumm)
Intersport Borgmann hat Flächen angemietet, in denen vormals Douglas und Thalia untergebracht waren. Auf zwei Etagen verfügt man über rund 1.400 Quadratmeter. (Foto: © Bastian Glumm)

Und in einem solchen dürfte die untere Hauptstraße längst keine Rolle mehr als Einzelhandelsstandort spielen. Ein Mix aus Dienstleistungen, Wohnen und Gastronomie sei realistischer. „Als damals der Hofgarten eröffnet wurde, hatten wir bereits überlegt, den Standort zu wechseln“, erinnert sich Borgmann. Zwar nicht direkt ins seinerzeit neue Einkaufszentrum, aber zumindest weg von der unteren Hauptstraße, wo unlängst „eine Schmerzgrenze“ erreicht worden sei.

Keine weitere Systemgastronomie in die Galerien

In den sozialen Netzwerken und auch auf der Facebook-Seite des SolingenMagazins wurden die jüngst veröffentlichten Pläne für die Clemens-Galerien leidenschaftlich diskutiert. Viele Leserinnen und Leser äußern dabei auch stets ganz konkrete Wünsche, welche Geschäfte und Ketten sie in den Clemens-Galerien gerne sehen würden. Bestenfalls, denn viele Kommentatoren geben den darbenden Galerien gar keine Chance mehr.

Dr. Jochen Stahl (li.), Investor der Clemens-Galerien, und Michael Borgmann von Intersport Borgmann informierten jetzt die Öffentlichkeit über ihre Pläne in den Clemens-Galerien. (Foto: © Bastian Glumm)
Dr. Jochen Stahl (li.), Investor der Clemens-Galerien, und Michael Borgmann von Intersport Borgmann informierten jetzt die Öffentlichkeit über ihre Pläne in den Clemens-Galerien. (Foto: © Bastian Glumm)

„Das Umfeld und auch die Erwartungshaltung waren nicht einfach“, gibt Dr. Jochen Stahl, Investor der Clemens-Galerien, zu. Auch bei den oftmals geäußerten Wünschen, das gastronomische Angebot in den Clemens-Galerien zu erweitern, drückt Stahl auf die Erwartungsbremse: „Wir werden hier sicher keine Systemgastronomie mehr etablieren können, also wandern wir in Richtung Individualgastronomie.“

Nur nachhaltige Gastronomie mache Sinn

Derartige Gastronomen müsse man sich vor Vertragsabschluss aber genauestens anschauen, macht Stahl deutlich. Und zwar auch in die Richtung, wie sie in der Vergangenheit agiert haben und wie erfolgreich sie mit ihren Projekten waren. „Das ist eine Tiefenprüfung. Es macht nur Sinn, wenn so jemand nachhaltig durchhält. Schließung, Neueröffnung, Schließung, Neueröffnung helfen hier nicht“, unterstreicht der Investor.

Wie geht es nun weiter mit der City und den Clemens-Galerien? Dr. Jochen Stahl will in den kommenden Wochen bereits neue Mieter für die Clemens-Galerien präsentieren. Und im Rathaus arbeitet man mit den Beraterbüros Dr. Pump-Uhlmann sowie Junker + Kruse zusammen, um Strategien für die Innenstadt zu entwickeln.

Volksbank Bergisches Land

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