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Corona-Regeln: Stadt schaut jetzt genauer hin

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Ordnungsdezernent Jan Welzel und Katharina Krings (Ordnungsamt Solingen) sind mit Gastronomin Petra Meis von der Gaststätte Rüdenstein sehr zufrieden. Denn dort werden die Corona-Hygieneregeln mustergültig umgesetzt. (Foto: © Bastian Glumm)
Ordnungsdezernent Jan Welzel und Katharina Krings (Ordnungsamt Solingen) sind mit Gastronomin Petra Meis von der Gaststätte Rüdenstein sehr zufrieden. Denn dort werden die Corona-Hygieneregeln mustergültig umgesetzt. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Die Stadt Solingen will ab sofort die vorgeschriebenen Corona-Regeln vor allem in gastronomischen Betrieben und bei Dienstleistern wie Friseuren genauer kontrollieren. 90 Prozent der zuletzt vom Stadtdienst Ordnung in Augenschein genommenen Betriebe hätten demnach die geltenden Corona-Regeln nicht oder nicht vollständig umgesetzt.

Betriebe vor Monaten viel disziplinierter

Das sah zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung vieler Betriebe im vergangenen Mai noch anders aus. „Damals haben wir deutlich mehr Disziplin wahrgenommen“, berichtete am Donnerstag Ordnungsdezernent Jan Welzel im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Stadtverwaltung hatte dazu in die Gaststätte Rüdenstein eingeladen, die im Verlauf der gesamten Krise stets vorbildlich mit der Ausnahmesituation und den damit verbundenen Corona-Hygieneregeln umgegangen sei.

Ordnungsdezernent Jan Welzel mahnt zur Einhaltung der Corona-Hygiene- und Abstandsregeln. (Foto: © Bastian Glumm)
Ordnungsdezernent Jan Welzel mahnt zur Einhaltung der Corona-Hygiene- und Abstandsregeln. (Foto: © Bastian Glumm)

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtdienstes Ordnung kontrollieren die Betriebe unangemeldet und in Zivil. Erstmals gedenkt man jetzt auch den Bußgeldkatalog durchzusetzen. Bei drastischen Vergehen können Betriebe dann zur Kasse gebeten werden, Bußgelder von bis zu 2.000 Euro sind möglich. Aber auch Kunden und Gäste können mit Bußgeldern belegt werden, wenn sie sich nicht an die Hygieneregeln halten. „Wir wollen hier nicht mit der Keule dazwischenhauen, wir wollen kein ,Law and Order´. Wir setzen weiter auf Aufklärung und Information, aber wir behalten uns gleichzeitig vor, den Katalog in Einzelfällen bei den wirklich schwarzen Schafen zur Anwendung zu bringen“, betonte Jan Welzel.

Außenteam des Ordnungsamtes personell aufgestockt

Vielfach herrsche bei den Gastronomen eine erhebliche Verunsicherung, erläuterte Katharina Krings vom Stadtdienst Ordnung. Sie gehört zum städtischen Außenteam, das regelmäßig Betriebe aufsucht und überprüft. „Es gibt sehr viele Veränderungen in der CoronaSchutzverordnung. Manche Dinge wurden gelockert, andere sind dazugekommen. Viele sind sich einfach nicht mehr sicher, welche Regelung ganz aktuell gilt“, berichtete Krings. Das Außenteam wurde jetzt noch einmal um acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt, so dass der Stadtdienst Ordnung nun insgesamt 33 Frauen und Männer für Kontrollen zur Verfügung hat und diese nun ausweiten kann.

Katharina Krings vom Stadtdienst Ordnung kontrolliert im Außenteam in Solingen gastronomische Betriebe und andere Dienstleister auf die Einhaltung der Corona-Regeln. (Foto: © Bastian Glumm)
Katharina Krings vom Stadtdienst Ordnung kontrolliert im Außenteam in Solingen gastronomische Betriebe und andere Dienstleister auf die Einhaltung der Corona-Regeln. (Foto: © Bastian Glumm)

Oftmals würden in den Betrieben beispielsweise die Abstandsregeln nicht oder nicht richtig eingehalten. Gleichzeitig werde mit der Maskenpflicht häufig zu lax umgegangen. Dass es in gastronomischen Betrieben und anderen Dienstleistungsunternehmen nach wie vor Pflicht ist, dass Gäste sich in eine Liste eintragen müssen, werde in zunehmenden Maße nicht mehr ganz so ernst genommen. „Da schauen wir jetzt sehr viel genauer hin“, machte Katharina Krings deutlich.

Gaststätte Rüdenstein setze Regeln mustergültig um

Wie man es richtig macht, zeigte Gastronomin Petra Meis, die in der Gaststätte Rüdenstein nachdrücklich auf die Einhaltung der Hygieneregeln achtet. Besucher des beliebten Ausflugs-Restaurants an der Wupper werden am Eingang bereits von einem Schild begrüßt, das auf die Maskenpflicht hinweist. An der Hauptpforte werden die Gäste registriert und bekommen Sitzplätze zugewiesen. Auf die Abstände der Tische wird penibel geachtet, nur am Tisch selbst darf auf das Tragen einer Maske verzichtet werden. Das gilt übrigens auch für die Außengastronomie. „Wir haben überall Desinfektionsspender aufgehangen und bieten auch Einwegmasken für die Gäste an, die ohne Maske kommen“, erläuterte Petra Meis.

Die Gaststätte Rüdenstein an der Wupper ist auch in Corona-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Gaststätte Rüdenstein an der Wupper ist auch in Corona-Zeiten ein beliebtes Ausflugsziel. (Foto: © Bastian Glumm)

Allein 400 gastronomische Betriebe werden kontrolliert

Das Außenteam des Stadtdienstes Ordnung kontrolliert in Solingen 400 gastronomische Betriebe auf die Einhaltung der Corona-Regeln, darunter Cafés, Bars, Kneipen, Restaurants und Eiscafés. Zudem stehen Fitnessstudios (25), 117 Fußpflegebetriebe (inkl. Podologie), Nagelstudios (20), 69 Massagestudios (inkl. Physiotherapie) sowie Kosmetikstudios (21) und 15 Friseure auf der Liste des Ordnungsamtes.

„Wir stärken denjenigen den Rücken, die diese Regeln offensiv umsetzen. Wenn es um den Vollzug von Recht geht, dann muss es auch für alle gleich zugehen. Ich als Verantwortlicher vor Ort habe den erklärten Willen, diese Regelung umzusetzen, aber auf der anderen Seite das auch mit dem notwendigen Augenmaß zu tun. Es geht nicht darum, die Leute zu ärgern. Es geht darum, die Gesundheit in unserer Stadt sicherzustellen“, betonte Jan Welzel.

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