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Focher Straße: Graffiti-Künstler hübschen altes Haus auf

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"Solingen kann mehr", finden die Graffiti-Künstler der "42er_sg" um Julian Dietrich (4.v.re.). Die Solinger Liberalen um Dario Dzamastagic (3.v.re.) und Raoul Brattig (re.) brachten die jungen Künstler mit den Eigentümern des leer stehenden Hauses an der Focher Straße zusammen. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Graffiti-Künstler hatten schon immer mit einem Imageproblem zu kämpfen. Kein Wunder, sorgen die unzähligen schwarzen Schafe, die nächtens in den Städten mit Sprühdosen unterwegs sind, nicht unbedingt für eine optische Aufwertung eines Stadtbildes. Die Solinger FDP um Dario Dzamastagic OB-Kandidat Raoul Brattig will den echten Künstlern nun helfen, aus dieser Schmuddelecke herauszukommen.

„42er_sg“ gestalteten die Hausfassade

Zu diesem Zwecke haben die liberalen Politiker dafür gesorgt, dass sich Graffiti-Künstler der Gruppe „42er_sg“ an und in einem leerstehenden Haus an der Focher Straße austoben können. „Das Haus steht ja hier an einer viel befahrenen Hauptstraße und der Anblick ist ja nicht sehr schön. Da haben wir uns überlegt, was man damit machen kann“, sagt Raoul Brattig. Denn gleichzeitig ist die Graffiti-Künstler-Szene stets auf der Suche nach Flächen, wo sie ihre Kunst ausleben können. „Wir haben die Connections zum Hauseigentümer, wir haben die Connections zu den Künstlern. Also haben wir beide Seiten zusammengebracht“, freut sich Brattig.

Die Künstlerinnen und Künstler der „42er_sg“ machten sich sogleich ans Werk und gestalteten die Fassade des alten Hauses unweit der Kreuzung Central. „Wir haben rund 14 Tage daran gearbeitet das Haus von außen aufzuhübschen, aber auch drinnen hatten wir Nachwuchssprayer, die wir eingeladen hatten, dort für Verzierungen zu sorgen“ erklärt Julian Dietrich von den „42er_sg“.

Solinger Symbole wie ein Messer und eine Schere

Auf der Hauswand ist nun unübersehbar der Slogan „Solingen kann mehr“ zu lesen. Gleichzeitig wurden typische Solinger Symbole wie ein Messer und eine Schere sowie das Stadtwappen gestaltet. Das alles gehalten in den Solinger Stadtfarben blau und gelb. Mit einem Trauerflor, auf eine Eingangstür gesprüht, soll an die Familientragödie in der Hasseldelle mit den fünf Kindern erinnert werden.

Zudem prangt eine große „42“ auf der Wand, womit die Gruppe unübersehbar auf die Urheberschaft des Kunstwerkes hinweist.  Allein mit der Gestaltung der Wand waren zehn Künstlerinnen und Künstler beschäftigt. Die Graffiti-Gruppe „42er_sg“ besteht derzeit aus fünf Personen sowie zahlreichen Freunden, die mithelfen.

42 steht für die Solinger Postleitzahlen

Als das Kunstwerk an der Foche fast fertig war, verewigten die jungen Künstlerinnen und Künstler schließlich noch das Konterfei von Raoul Brattig. Wovon dieser nichts wusste. „Raoul ist der erste Politiker, der sich für uns und unser Tun interessiert und immer ein offenes Ohr hat. Das war ein kleines Dankeschön von uns, womit wir ihn überrascht haben“, betont Julian Dietrich. Übrigens: Die 42 steht für die ersten beiden Stellen der Solinger Postleitzahlen. So will die Gruppe unterstreichen, dass man aus der gesamten Stadt Solingen kommt.

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