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FORM & FARBE – eine neue Vernissage in der Galerie Ruthmann Surreal

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Lothar Ruthmann freut sich über die beiden neuen Gastkünstler, die seit dem letzten Wochenende ihre Werke in der Galerie Ruthmann Surreal zeigen. (v. li. Lothar Ruthmann, Klaus Dreikausen, Thomas Siefer) (Foto: © Martina Hörle)
Lothar Ruthmann freut sich über die beiden neuen Gastkünstler, die seit dem letzten Wochenende ihre Werke in der Galerie Ruthmann Surreal zeigen. (v. li. Lothar Ruthmann, Klaus Dreikausen, Thomas Siefer) (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Malerei und Skulpturen in Kombination mit Werken der Digital-Druck-Grafik – so präsentiert sich die neue Ausstellung, die seit letztem Wochenende in der Galerie Ruthmann Surreal zu besichtigen ist. Die Galerie Ruthmann gehört dem city-art-project an und präsentiert zahlreiche Gastkünstler der unterschiedlichsten Genres. „Wir freuen uns über die neuen Gastkünstler, deren Arbeiten uns sowohl als Einzelwerke als auch in den dargebotenen Kombinationen gleich angesprochen haben“, betont Lothar Ruthmann.

Leuchtende Farben vielfältig gestaltet

Die Künstler, Thomas Siefer aus Leichlingen und Klaus Dreikausen aus Solingen, hatten sich auf einer gemeinsamen Ausstellung in der kleinen Galerie Karin Unshelm in Witzhelden kennengelernt. Schnell stellten sie fest, dass ihre Werke, so unterschiedlich sie auch sind, hervorragend miteinander harmonieren. „Wir haben beide viel mit Farbe zu tun und obendrein mit einem gewissen Hang zur Ordnung und Systematik“, sagt Thomas Siefer. Als Beispiel führt er die gleichen Formate der Druckgrafiken auf sowie die Zusammengehörigkeit seiner Werkreihen. Und wirklich: Auf den ersten Blick wirken die Objekte sachlich und strukturiert. Trotzdem zeigen sich dem Betrachter beeindruckende Farbkompositionen und vielfältige Gestaltungsformen.

Die Werke zeichnen sich durch leuchtende Farbkompositionen und vielfältige Gestaltungsformen aus. (Foto: © Martina Hörle)
Die Werke zeichnen sich durch leuchtende Farbkompositionen und vielfältige Gestaltungsformen aus. (Foto: © Martina Hörle)

Ursprünglich wollte Siefer Design studieren, war aber dann als Berater im Coaching für Unternehmer und Führungskräfte tätig. Anfang der 2000er Jahre ergab sich für ihn die günstige Gelegenheit, einen großen Raum zu bekommen. „Seitdem befasse ich mich intensiv mit der Kunst.“ Mittlerweile hat er ein eigenes Atelier, in dem seine Werkreihen entstehen. Dazu nutzt er eine Reihe ganz unterschiedlicher Materialien, wie Aluminium und Edelstahl. Seine Werke entstehen auf Leinwänden oder Plexiglas. Auch Exponate aus Holz finden sich darunter. Die Werkreihen haben immer selbsterklärende Titel, wie landscapes, Farbresonanzsäulen, profile, und sind je nach Anzahl durchnummeriert.

Einsatz unterschiedlichster Materialien

Der Coach verbindet seine Kunst mit Systemischer Aufstellungsarbeit und stellt dann die Frage: „Bin ich heute Berater oder bin ich Künstler?“ Im vergangenen Jahr drehte seine Tochter Marietta einen kurzen Film über ihren Vater. „A Spirit has Spoken“ – ein Dokumentarfilm mit dem Untertitel „Thomas Siefer und seine Kunst“. Der Trailer ist hier zu finden.

Klaus Dreikausen befasste sich in den 70er und 80er Jahren privat viel mit Kunst. Jetzt ist er, wie er sagt, „Rentner im Nebenberuf“. Sein Thema ist die Digital-Druck-Grafik. „Bei meinen Motiven bin ich gar nicht festgelegt“, betont er. Es geht ihm vorwiegend um Farbe und Vielfalt, um fröhliche, frische Geschichten, die immer zeitgemäß sind. „Ich war über 30 Jahre lang im grafischen Umfeld tätig“, sagt er und nutzt jetzt für seine Kunst die daraus gewonnenen Erfahrungen.

Im Gegensatz zu der freien farblichen Gestaltung ist in den Arbeiten eine klare Ordnung und Systematik erkennbar. (Foto: © Martina Hörle)
Im Gegensatz zu der freien farblichen Gestaltung ist in den Arbeiten eine klare Ordnung und Systematik erkennbar. (Foto: © Martina Hörle)

Dreikausen arbeitet hauptsächlich mit leuchtenden Farben. Doch man findet auch Pastelliges in seinen Werken. „Farbe begleitet uns überall“, findet der Künstler, der vorwiegend vom Schreibtisch aus künstlerisch tätig ist. Hier hängt eine seiner Wände voller Probeausdrucke, die sich ständig ändern. Gerne nutzt er die vielen Möglichkeiten, die ihm die Computergrafik bietet. „Mich interessiert auch das Konzeptionelle“, erläutert er seine Beweggründe. „Wie wirkt ein Farbwechsel beim gleichen Motiv?“ Manche seiner Darstellungen entstehen mit dem Eingabegerät am Tablet. Anderes wiederum entwickelt er aus eigenen Fotoaufnahmen.

Ausstellung bis zum 7. Juli

Neben seiner künstlerischen Arbeit ist der Rentner im Unruhestand obendrein als Pressesprecher Leistungssport der NRW-Sportschule FALS Solingen tätig. Auch seine nächste Ausstellung steht schon fest. Im Juni präsentiert er unter dem Titel „Farbenfroh“ Kunstwerke im Evangelischen KirchenCafé in Solingen-Wald.

Die Ausstellung „FORM & FARBE“ ist noch bis zum 7. Juli 2019 zu sehen. Die Künstler sind während der Öffnungszeiten (SA 11 – 14 Uhr / SO 15 – 17 Uhr) anwesend.

Volksbank Bergisches Land

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