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Garten Ulbrich: Hunderte Besucher kamen zur Offenen Gartenpforte

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Garten Ulbrich beteiligt sich seit zwölf Jahren bei der Offenen Gartenpforte. Die Anlage weist mittlerweile über 1.500 Arten an Gehölzen und Pflanzen auf. (Foto: © Martina Hörle)
Garten Ulbrich beteiligt sich seit zwölf Jahren bei der Offenen Gartenpforte. Die Anlage weist mittlerweile über 1.500 Arten an Gehölzen und Pflanzen auf. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Ein zarter Blütenduft weht durch den Garten. Besucher haben sich auf den gemütlichen Sitzgelegenheiten niedergelassen oder erkunden die verschlungenen Wege, die zu außergewöhnlichen Blickfängen führen. Naturliebhaber und Pflanzenfans lassen sich auf ihrem Rundgang von der farbenreichen Blütenpracht und der liebevollen Gestaltung inspirieren.

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„Es ging am Samstag schon richtig gut los“, beschreibt Mitarbeiterin Heike Ritterskamp den Start. „Bei dem strahlenden Sonnenschein bekommt man in unserer grünen Oase richtiges Urlaubsfeeling. Das bestätigen unsere Besucher immer wieder. Während der Woche geht es hier eher ruhig zu. Da befasst man sich in der Hauptsache mit den Pflanzen. Jetzt genießen wir dieses Gewusel als willkommene Abwechslung. Man unterhält sich, berät, tauscht Erfahrungen aus.“

Blütenpracht inspiriert die Pflanzenfreunde

Auf rund 8.000 Quadratmetern blühen Stauden, plätschern Springbrunnen. Leuchtend bunte Blumen wechseln mit dunkellaubigen Gewächsen oder dekorativen Gräsern. Die Gartenanlage von Thorsten Ulbrich und Marcus Vogel ist auf dem Gelände einer alten Gärtnerei entstanden (wir berichteten). Mittlerweile wachsen hier rund 1.500 Arten von einheimischen und exotischen Gehölzen, Pflanzen und Gräsern. Schmiedeeiserne Tore und Rundbögen führen in themenbezogene „Gartenzimmer“. Große Steinskulpturen säumen den Weg. Zwischen Sträuchern kommen Fundstücke zum Vorschein. Sie wirken, als seien sie dort gewachsen. Überall stößt man auf Unerwartetes. Gerade das macht den besonderen Reiz der Anlage aus.

In Beeten, zwischen Stauden und am Wegrand findet man immer wieder dekorative Skulpturen aus Beton oder Steinguss. (Foto: © Martina Hörle)
In Beeten, zwischen Stauden und am Wegrand findet man immer wieder dekorative Skulpturen aus Beton oder Steinguss. (Foto: © Martina Hörle)

Die „Offene Gartenpforte“ wurde im Rheinland 2002 ins Leben gerufen. Sie geht zurück auf eine Initiative in England aus dem Jahr 1927 zurück. „Wir beteiligen uns seit zwölf Jahren an der Aktion“, sagt Thorsten Ulbrich. „Viele unserer Besucher kommen regelmäßig zu unseren Veranstaltungen. Daraus haben sich mittlerweile schon richtige Freundschaften entwickelt.“ Die Parkanlage ist inzwischen so gut bekannt, dass oft Reisebusse aus Holland, Belgien und sogar Moskau zur Besichtigung kommen. Um Pflanzen und Skulpturen in der gewünschten Qualität zu erhalten, nehmen die Betreiber auch weitere Wege in Kauf. Da geht die Einkaufstour nicht selten bis nach Freiburg. Einige der dekorativen Elemente sind aus Belgien oder aus dem Elsass.

Offene Gartenpforte stammt aus England

Neben dem klassischen Sommerflor, den Stauden und Balkonpflanzen, die zu dieser Jahreszeit besonders gefragt sind, gibt es so manche Raritäten zu entdecken, wie den Zier- Rhabarber, eine ansehnliche Solitärstaude. Bemerkenswert ist auch der Reispapierbaum (Tetrapanax) mit seinen großen gezackten Blättern. Der Lebkuchenbaum, ein sommergrünes Gehölz, duftet seinem Namen entsprechend nach Gebäck oder Lebkuchen.

Im Kräutergarten stehen gefüllt blühende Brombeeren neben Lakritztagetes, einer echten Pflanzenrarität mit intensivem Lakritz-Geschmack. Myrtenarten wechseln mit Hibiskus, Colakraut und Stevia. „Wir denken daran, künftig Kräuterkurse anzubieten“, sagt Gärtner Ulbrich.

 

Das Team von Garten Ulbrich (v. li. Markus Vogel, Heike Ritterskamp, Thorsten Ulbrich) ist für die eindrucksvolle Gartenanlage unermüdlich im Einsatz. Immer wieder werden neue Projekte in Angriff genommen. (Foto: © Martina Hörle)
Das Team von Garten Ulbrich (v. li. Markus Vogel, Heike Ritterskamp, Thorsten Ulbrich) ist für die eindrucksvolle Gartenanlage unermüdlich im Einsatz. Immer wieder werden neue Projekte in Angriff genommen. (Foto: © Martina Hörle)

Die Päonien stehen gerade in voller Blüte. „Mein Highlight ist die Black Panther. Diese Blüte ist einfach faszinierend“, schwärmt Markus Vogel. Die Strauchpfingstrose hat tiefrote bis ins Blau changierende Blütenblätter, die wie Samt scheinen. Die halb gefüllten Blüten weisen einen beachtlichen Durchmesser auf. „Ich bin jedes Jahr aufs Neue gespannt, wann sie zu blühen beginnen“, gesteht der Gärtner. „Die Pflanze wächst sehr langsam und es dauert, bis sie ihre Blüte entwickelt.“ Auch preislich muss man schon tiefer in die Tasche greifen. „Sie ist ein Rolls-Royce unter den Pflanzen.“

Bald auch Bienenstöcke und Schaukasten

Im vorigen Jahr hatte man mit dem Bau einer kleinen Kapelle mit Walmdach begonnen. „In diesem Jahr wird sie fertig“, freut sich Ulbrich. Und ein weiteres Projekt nimmt Gestalt an. Im Sommer bekommt der Garten zwei Bienenstöcke und einen Schaukasten. „Da die Insekten deutlich weniger werden, können wir auf diese Art einen kleinen Beitrag zum Erhalt leisten.“ Ein befreundeter Imker aus Wuppertal wird alles aufbauen und sich künftig um die Bienen kümmern.

Am kommenden Wochenende ist der Garten Samstag von 10 – 18 Uhr und Sonntag (Muttertag) von 11 – 16 Uhr geöffnet. Die Termine für die nächsten „Offenen Gärten“ sind am 2./3. Juni, 14./15. Juli und 15./16. September.

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