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„Geisterstadt Solingen“: eBook soll zum Nachdenken anregen

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Hans-Georg
Hans-Georg "Schorsch" Wenke fühlt seiner Heimatstadt Solingen auf den Zahn und hat ein Buch geschrieben. Auf über 100 Seiten analysiert er die Situation der Klingenstadt. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Der Blick von außen auf seine Heimatstadt hilft manchmal ganz erheblich dabei, diese zu charakterisieren. Was läuft falsch, was ist gut und wie machen es eigentlich andere Städte. Diese ganz besondere Perspektive auf Solingen hatte Hans-Georg „Schorsch“ Wenke zur Genüge, war er doch als Fachjournalist weit gereist und konnte über längere Zeiträume nur diesen Blick von außen auf seine Heimatstadt werfen. Und dabei gleichzeitig Vergleiche ziehen.

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„Je mehr ich in der Welt draußen war, je eher kam ich nach Solingen zurück in die Fremde“, resümiert der Journalist und Autor. Also schrieb er auf und analysierte, was in seinen Augen in Solingen nicht so gut klappt und was man vielleicht verbessern könnte, damit die Klingenstadt zukunfts- und auch konkurrenzfähig bleiben kann. Herausgekommen ist ein eBook von über 100 Seiten Länge im PDF-Format, das man im Internet kaufen kann.

„Geisterstadt Solingen“ ein Debattenbeitrag

Der Titel des Werks ist gleichermaßen provokant wie mehrdeutig: „Geisterstadt Solingen“. Eine Stadt, an der sich die Geister scheiden? Oder den Geist der Stadt entdecken und herausstellen? Vielleicht beides. Fest steht in den Augen des Autors aber definitiv, dass „Entwicklungen, die ich in anderen Städten, auch im Ausland, beobachten konnte, in Solingen nie so richtig stattgefunden haben“. Zum Beispiel in Sachen Internet und Online-Angebote hinke man in Solingen etwas hinterher.

Hans-Georg Wenke hat in seinem eBook den Solinger Einzelhandel unter die Lupe genommen und auch ganze Passagen zur Stadtentwicklung verfasst. Wichtig ist ihm dabei, dass man seine Arbeit nicht als reine Kritik, sondern vielmehr als konstruktiven Beitrag verstehen soll, um Solingen voranzubringen. Dass in der Klingenstadt gerne und viel gemeckert wird, ist auch Wenke wohl bekannt. „Das Problem sind aber nicht die Meckerköppe, sondern die Entscheider, die sich zu sehr an eben jenen aufhalten“, meint der Journalist.

Solingen als Teil einer Metropolregion verstehen

Der Autor beleuchtet dabei auch ganz klar die Stärken der Klingenstadt, die sich als Teil einer Metropolregion verstehen sollte. Infrastrukturell sei nämlich das Solinger Umland bestens aufgestellt. Gleich mehrere Flughäfen in unmittelbarer Nähe, Kunst, Kultur und Freizeitangebote, so sie in Solingen fehlen, doch in den Großstädten gleich nebenan vorhanden. „In dem Moment, in dem sich Solingen als Teil der Metropolregion versteht und nicht nur als Solingen in seinen Grenzen, ist es eine Weltstadt“, sagt Wenke.

Nein, Patentrezepte habe auch er für Solingen nicht parat. "Geisterstadt Solingen" soll zum Nachdenken anregen und zur Diskussion beitragen. (Foto: © Bastian Glumm)
Nein, Patentrezepte habe auch er für Solingen nicht parat. „Geisterstadt Solingen“ soll zum Nachdenken anregen und zur Diskussion beitragen. (Foto: © Bastian Glumm)

Wer innerhalb Berlins von Köpenick nach Spandau unterwegs ist, braucht mitunter dafür länger, als wenn man von Solingen nach Düsseldorf oder Köln fahre. Solingen müsse sich neu erfinden. Die Vergangenheit mit Stahlwarenindustrie habe die Klingenstadt zweifelsohne geprägt. Aber diese Zeiten sind vorbei. Dass sich Solingen beispielsweise ganz neu als Stadt des 3D-Drucks etabliere, sei die richtige Richtung, betont Hans-Georg Wenke.

Wenke: „Wir haben hier findige Köpfe“

Nein, ein Patentrezept habe auch er nicht. Das wolle und könne er mit seinem Buch auch gar nicht liefern. Und eine Anklageschrift soll es schon gar nicht sein. Aber er will zum Nachdenken anregen und dazu auffordern, miteinander ins Gespräch zu kommen. Und zwar je eher, desto besser. Denn Zeit hat man in Solingen nicht mehr zu verlieren. „Wir haben hier findige Köpfe. Wir brauchen deshalb viel mehr Möglichkeiten, jene Leute, die gute Ideen haben, zu Wort kommen zu lassen“, fordert der ehemalige Chefredakteur.

Warum also nicht Formeln entwickeln im Sinne von Visionen für ein Solingen der Zukunft? Weiter auf der Stelle zu treten sei tödlich für eine Stadt wie Solingen. „Wir müssen daraus lernen, dass wir nicht Entscheidungen für heute machen, sondern Entscheidungen für die kommenden zehn bis 20 Jahre“, fordert Wenke gezielt dazu auf, den Blick nach vorne zu richten. Denn Solingen hat Zukunft!

Hans-Georg „Schorsch“ Wenke, „Geisterstadt Solingen“, eBook im PDF-Format, über 100 Seiten, PDF-File mit Freischalt-Code, Kaufpreis 9,90 € auf Rechnung; Rezensions-, Lehr- und Studienexemplare kostenlos.

Bezugsquelle: www.solingen.media

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