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Gemeinschaftsgarten Zietenstraße – ein Projekt mit Nachhaltigkeit

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Die großen und kleinen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft arbeiten gerne zusammen in dem neuen Garten. Die Arbeit bringt willkommene Abwechslung zum Behördenalltag und fördert den Gemeinschaftssinn. (Foto: © Martina Hörle)
Die großen und kleinen Bewohner der Flüchtlingsunterkunft arbeiten gerne zusammen in dem neuen Garten. Die Arbeit bringt willkommene Abwechslung zum Behördenalltag und fördert den Gemeinschaftssinn. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Das Quartiersmanagement Zietenstraße und die Sozialbetreuung für Geflüchtete in der Unterkunft Zietenstraße haben ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen. In der Unterkunft entsteht ein Gemeinschaftsgarten.

Gartenbeet Teil der Planung

Große und kleine Bewohner stehen zusammen mit den Sozialbetreuerinnen und der Projektleiterin zwischen den Beeten. Ausgestattet mit Gartengeräten wird gegraben und gehackt, gejätet und gegossen. Auch Heimverwalter Gerd Hölscher ist mit von der Partie.

„Schon beim Bau der Unterkunft wurde das große Gartenbeet mit in die Planung einbezogen“, sagt Eva Thomas, die Quartiersmanagerin des Bürgervereins „Rund um die Zietenstraße“. Pia Kuhn und Marie Münstermann sind als Sozialbetreuerinnen in der Unterkunft tätig.

„Wir treffen uns einmal wöchentlich zwei Stunden“, schildert Projektleiterin Fynn Marwede die Umsetzung. „Zuerst mussten wir die Beete frei machen und neue Erde darauf verteilen. Jetzt sollen sie bepflanzt werden.“ Rosmarin, Lavendel, Petersilie, Minze, Oregano, Thymian, Dill und Zitronenmelisse warten darauf, in die Erde gesetzt zu werden. Auch Obst und Gemüse wird Platz finden. Zucchini, Gurke und Kartoffeln wechseln sich ab mit einer Auswahl an Beeren. Blühende Pflanzen gehören auch dazu.

Gemeinschaftsgarten kommt gut an

„Das Projekt kommt bei den Bewohnern der Unterkunft gut an“, freut sich Eva Thomas. Am eifrigsten beteiligen sich Hasnaa und Mohamed Dwedar. Gemeinsam mit ihren Kindern sind sie so oft wie möglich bei der Gartenarbeit. „Wir finden den Garten sehr schön“, sagt Mohamed Dwedar. Und seine Frau ergänzt: „Es ist fast wie zuhause, wenn wir alle zusammen sitzen.“

„Vor allem“, so Thomas, „stellt es eine Abwechslung zum Behördenalltag dar. Außerdem fördert es die Gemeinschaft, wenn alle miteinander etwas schaffen.“

Alle Beteiligten freuen sich, dass das neue Projekt bei den Bewohnern so gut ankommt. Auch die Unterstützung und die positive Reaktion durch die Anwohner erleichtert die Arbeit. (v. li. Heimverwalter Gerd Hölscher, Quartiersmanagerin Eva Thomas, Projektleiterin Tara Marwede, Sozialbetreuerin Pia Kuhn, stehend). (Foto: © Martina Hörle)
Alle Beteiligten freuen sich, dass das neue Projekt bei den Bewohnern so gut ankommt. Auch die Unterstützung und die positive Reaktion durch die Anwohner erleichtern die Arbeit. (v. li. Heimverwalter Gerd Hölscher, Quartiersmanagerin Eva Thomas, Projektleiterin Tara Marwede, Sozialbetreuerin Pia Kuhn, stehend). (Foto: © Martina Hörle)

„Mit diesem Projekt verfolgen wir nicht zuletzt das Prinzip der Nachhaltigkeit“, beschreibt die Dipl.-Pädagogin ihre Ziele. „Ebenso wie Natur- und Umwelterziehung. Die Bewohner lernen die Pflanzen kennen und schätzen. Alles, was wir pflanzen, werden wir bei der Ernte gemeinsam verarbeiten.“

Die Quartiersmanagerin hebt die positive Reaktion der Anwohner und deren große Bereitschaft zur Unterstützung hervor. „Viele haben uns Gartengeräte geliehen, damit wir das Projekt auf die Beine stellen können.“

Unterstützung durch Anwohner

Tara Marwede leitet das Projekt zunächst bis zu den Sommerferien. Dann endet ihr Vertrag. Sie wird ein Studium mit dem Ziel Kulturpädagogin aufnehmen. Ob es eine Nachfolgerin geben wird, steht noch nicht fest. Pia Kuhn und Marie Münstermann werden jedenfalls gemeinsam mit den Bewohnern den Garten weiterhin bebauen.

Volksbank Bergisches Land

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