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Geschwister-Scholl-Schule jetzt mit Siegel „Schule ohne Rassismus“

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Heute erhält die Geschwister-Scholl-Schule ihre Auszeichnung. Überbringer ist Michael Roden vom Stadtdienst Integration (li.). Mit ihm freuen sich Juliane Hilbricht (stv. Bezirksbürgermeisterin) und Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade, Lehrer und Leiter der
Heute erhält die Geschwister-Scholl-Schule ihre Auszeichnung. Überbringer ist Michael Roden vom Stadtdienst Integration (li.). Mit ihm freuen sich Juliane Hilbricht (stv. Bezirksbürgermeisterin) und Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade, Lehrer und Leiter der "AG Weiße Rose" Patrick Kiesecker (hinten Mitte), Pate Jonas Reckermann (rechts daneben) sowie die Schülerinnen und Schüler der AG. (Foto: © Martina Hörle)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (mh) – Heute Mittag wurde die Geschwister-Scholl-Gesamtschule mit dem Siegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde übergab Michael Roden vom Stadtdienst Integration die Auszeichnung an die Schülervertreter und hieß die Schule als neues Mitglied im Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage herzlich willkommen. Sie ist die achte Schule in Solingen, der diese Auszeichnung verliehen wird. Zuvor hatte sich Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) mit einer Videobotschaft an die Schule gewandt und ihre Glückwünsche ausgesprochen.

25 Jahre „AG Weiße Rose“

Neben der Auszeichnung gab es noch einen weiteren Grund zum Feiern. Die „AG Weiße Rose“ der Scholle, wie die Schule liebevoll genannt wird, besteht seit nunmehr 25 Jahren. Schon vor sieben Jahren wurde sie mit dem Preis „Silberner Schuh“ des Solinger Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage ausgezeichnet. Zahlreiche ehemalige Lehrer und Schüler waren der Einladung gefolgt, unter anderem Anni Gärtner, die 1992 zu den Gründungsmitgliedern der AG gehörte und später Schulsprecherin war. Sie berichtete von den Anfängen und auch den damit verbundenen Schwierigkeiten, versäumte es aber nicht, die jetzigen Schüler und AG-Mitglieder anzuspornen.

Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gratuliert per Videobotschaft. (Foto: © Martina Hörle)
Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gratuliert per Videobotschaft. (Foto: © Martina Hörle)

Juliane Hilbricht, 2. stv. Bezirksbürgermeisterin (Grüne – offene Liste) sagte im Namen der Stadt ebenfalls ihren Dank für das Engagement der Schule. Professor Wolfgang Huber von der Stiftung Weiße Rose in München hatte sich per Mail gemeldet, die von Patrick Kiesecker, Lehrer und Leiter der „AG Weiße Rose“, verlesen wurde. Wolfgang Huber ist der Sohn von Kurt Huber, der 1943 ebenso wie die Geschwister Scholl für seine Widerstandstätigkeit bei der Weißen Rose von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.

Reckermann übernimmt Patenschaft

Schulleiterin Elke Mosebach-Garbade gab einen kurzen Überblick über die bisherigen Schulprojekte und den unermüdlichen Einsatz gegen den Rassismus. Es waren aufrüttelnde Worte von der rechtlichen Gleichheit und der gleichen Wertigkeit aller Menschen. Worte für Menschlichkeit, gegen Rassismus.

Jonas Reckermann, Solingen Botschafter und Beachvolleyball-Olympiasieger, hatte mit großer Freude die Patenschaft übernommen. Die Äußerung, er könne sich gut vorstellen, hier selbst einmal als Lehrer tätig zu sein, brachte ihm tosenden Beifall ein. Auf der Bühne musste er heute in einem Kurzinterview Rede und Antwort stehen. Danach trat er in einer Geschicklichkeitsübung gegen diverse Schüler an.

Der Q1-Musikkurs zeigt einen beeindruckenden RAP und bekommt zum Dank reichlich Applaus. (Foto: © Martina Hörle)
Der Q1-Musikkurs zeigt einen beeindruckenden RAP und bekommt zum Dank reichlich Applaus. (Foto: © Martina Hörle)

Lehrer Patrick und Schülerin Anna führten als Moderatoren souverän durch das Programm. Neben einer Tanzshow der Zirkus-AG (Jahrgänge 5 bis 7) auf ihren Inlinern folgte ein beeindruckender RAP des Q1-Musikkurses. In dessen Verlauf prallten zwei Gruppen, die wirklich jedes Klischee erfüllten – nicht integrierungswillige Ausländer gegen rassistische Einheimische – aufeinander. Mit überzeugenden Argumenten und gutem Willen kehrte sich die Situation für beide Seiten ins Positive um. Und wieder spendete das Publikum reichlich Beifall.

Gelungene Zusammenarbeit der Institutionen

Am späteren Nachmittag fand dann ein Jugendfestival mit rund 20 teilnehmenden Gruppen statt. Geplant war ein buntes Programm aus Lesungen, Musik und weiteren Aktionen. Die Veranstaltung war eine gelungene Zusammenarbeit der Schule mit dem Schulpastoral des Erzbistums Köln, den Katholischen Jugendagenturen, dem Stadtdienst Integration und einer Reihe weiterer Kooperationspartner.

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