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Gräfrath ganz im Lichterzauber

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BU 1: Die zauberhafte Veranstaltung lockte Tausende von Besuchern in die historische Altstadt. Nach zweijähriger Pause konnte das beliebte Lichterfest endlich wieder stattfinden. (Foto: © Martina Hörle)
BU 1: Die zauberhafte Veranstaltung lockte Tausende von Besuchern in die historische Altstadt. Nach zweijähriger Pause konnte das beliebte Lichterfest endlich wieder stattfinden. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Am vergangenen Freitag fand nach zweijähriger Pause endlich wieder der beliebte Lichterzauber statt. Tausende von Besuchern strömten in die historische Altstadt und ließen sich von Stelzenläufern und Magiern verzaubern. Unzählige Lichter verwandelten den Stadtteil in eine märchenhafte Umgebung. Schon vor 18 Uhr waren zahlreiche Besucher erschienen und warteten voller Vorfreude auf das spannende Programm. Die endlosen, weißgedeckten Tischreihen waren ständig belegt, sehr zur Freude der Gastronomen, die mit schmackhaften Leckerbissen und Getränken kulinarisch verwöhnten. Die Tischdekoration hatten diesmal Kinder der Schule Gerberstraße übernommen. Ihre rund 200 selbst gefertigten Sternpapiertüten gaben stimmungsvolles Licht.

Lichterzauber nach zweijähriger Pause wieder da

Zehn Magier vom Magischen Zirkel Düsseldorf begeisterten kleine und große Besucher. Zauberer Felix ließ von Besucherin Uschi, die er „irrtümlich“ wiederholt mit Biggi anredete, ein Seil in drei gleich lange Stücke schneiden, die in seinen Händen allerdings alles andere als gleich lang blieben. Seifenbläserin Remy Matelot entlockte den Zuschauern immer wieder ein „Ohhh“, wenn sie ihre riesigen Seifenblasen in den Himmel entließ. Auch die anderen Zauberer erregten viel Aufmerksamkeit und ernteten viel Applaus, wenn sie, mal auf den Bühnen, mal direkt an den Tischen, die Besucher mit ihren Tricks total verblüfften.

In diesem Jahr hatte das Orga-Team den Blick verstärkt auf die Zauberei gelenkt. Hier verblüfft Zauberer Felix die Zuschauer mit einem Seiltrick. (Foto: © Martina Hörle)
In diesem Jahr hatte das Orga-Team den Blick verstärkt auf die Zauberei gelenkt. Hier verblüfft Zauberer Felix die Zuschauer mit einem Seiltrick. (Foto: © Martina Hörle)

Um 18 Uhr eröffnete die Trommlergruppe African Drummers auf dem Marktplatz die Veranstaltung, bevor sie weiterzog zur alten Stanzerei, in der Anja Kreitz Werke in einem mittleren Format „Delfter Blau“ und Susanne Müller-Kölmel ihre „refreshing moments“ ausgestellt hatten. Auch hier lockten die Musiker mit ihrem rhythmischen Trommeln von überall her neugierige Zuschauer an. Django Unchained und die Bandonion Freunde Essen waren ebenfalls wieder mit an Bord und lieferten beste musikalische Unterhaltung auf dem Marktplatz. Zwei bezaubernde Elfenwesen schwebten mit einem Bauchladen voller liebevoll gestalteter Postkarten von Conceptstore Käthe & Juuls durch die Menge und sammelten für den Erhalt des Lichterzaubers.

Stelzenläufer in illuminierten Kostümen beim Lichterzauber

Stelzenläufer wanderten in beeindruckender Höhe als Walking Acts durch die Gassen, winkten und stellten sich gerne für Selfies zur Verfügung. Ihre illuminierten Kostüme sorgten zusammen mit beleuchteten Luftballons bei den Schaulustigen für beträchtliches Aufsehen. Bei einsetzender Dunkelheit startete Veranstaltungsprofi Patrick Schmidt (Pasvatek) eine einzigartige Beleuchtung der Hauswände am Marktplatz. Obendrein sorgten erneut die Bandoneon Freunde Essen mit ihren Gassenhauern für beste musikalische Unterhaltung.

Stelzenläufer in illuminierten Kostümen sorgten überall für Aufsehen. Sie wanderten durch die Gassen und posierten gerne für Selfies. (Foto: © Martina Hörle)
Stelzenläufer in illuminierten Kostümen sorgten überall für Aufsehen. Sie wanderten durch die Gassen und posierten gerne für Selfies. (Foto: © Martina Hörle)

In diesem Jahr hatte das Gräfrather Orga-Team Doro Barnewitz und Dirk Balke den Schwerpunkt stärker auf die Zauberei als auf die Musik gelegt. Das Konzept war voll aufgegangen. Auf der gesamten Künstlermeile, beginnend bei Koester & Lauster mit ihrem Gastkünstler Caspar Reuter bis hin zu Täppken, waren Künstler mit den verschiedensten Aktionen oder Ausstellungen beteiligt. Im Rahmen der Veranstaltung hatten diverse Ateliers und Geschäfte ihre Türen für interessierte Besucher geöffnet. Dazu gehörten unter anderem Hofschneiderei Gela Erfkamp und Galerie Goldbarsch. Überall herrschte Hochbetrieb. Künstler und Geschäftsleute zeigten sich überaus zufrieden mit dem Ergebnis.

Beleuchtete Skulpturen von Gastkünstler Caspar Reuter

Gela Erfkamp ist seit fünf Jahren hier am Ort. Die Schneidermeisterin hat sich mit dem Atelier einen Traum erfüllt. „Meine Kreativität entsteht im Tun“, erklärte sie. „Während ich etwas nähe, kommen die Ideen. Ich kann meine Gedanken fließen lassen.“ Ebenso ergeht es ihrer Mitarbeiterin Gudrun Herrmann, die ihr in den Bereichen Marketing und Stylingberatung hilfreich zur Seite steht. In der Hofschneiderei gab es ausschließlich positive Resonanz. „Die Leute waren durchweg aufgeschlossen, guter Stimmung und freuten sich über das wirklich zauberhafte Fest.“

Bei einsetzender Dunkelheit startete Veranstaltungsprofi Patrick Schmidt (Pasvatek) eine einzigartige Beleuchtung der Hauswände am Marktplatz. (Foto: © Martina Hörle)
Bei einsetzender Dunkelheit startete Veranstaltungsprofi Patrick Schmidt (Pasvatek) eine einzigartige Beleuchtung der Hauswände am Marktplatz. (Foto: © Martina Hörle)

Im Hof von Koester & Lauster schaute eine große Besucherzahl fasziniert einem weiteren Zauberer bei seinen verblüffenden Aktionen zu. Gastkünstler Caspar Reuter hatte derweil passend zum Lichterzauber zwei beleuchtete Skulpturen ausgestellt, die bei einsetzender Dunkelheit einen faszinierenden Anblick boten. Im Innenbereich hingen oder standen kleinere, poetische Werke. Reuter spielt gerne mit Licht, arbeitet mit durchscheinenden Materialien, wie Latex oder Silikon, das er gerne mit Edelstahl oder Plexiglas kombiniert. „Die Kontraste sind spannend“, betont er und ist überzeugt, dass das Material Silikon für ihn noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Taschenlampen-Begehungen im Klingenmuseum

Inspiriert durch ein Udo-Lindenberg-Konzert wurden im Atelier Bukolei große, farbenfrohe Peace-Zeichen entworfen. „Wenn man Farbe in die Welt bringt ist schon ein kleiner Schritt getan“, meinte Heike Buschkotte-Leichsenring und ergänzte noch: “Wenn ich mit Farbe Frieden in die Welt bringen könnte, wurde ich Tag und Nacht malen.“

Seifenbläserin Remy Matelot entlockte den Zuschauern immer wieder ein „Ohhh“, wenn sie ihre riesigen Seifenblasen aufsteigen ließ. (Foto: © Martina Hörle)
Seifenbläserin Remy Matelot entlockte den Zuschauern immer wieder ein „Ohhh“, wenn sie ihre riesigen Seifenblasen aufsteigen ließ. (Foto: © Martina Hörle)

Das Klingenmuseum bot in Kooperation mit dem Deutschen Röntgen-Museum wieder die beliebten halbstündlichen Taschenlampen-Begehungen an. Interessierte Besucher konnten das Museum einmal auf eigene Faust erkunden und aus einem anderen Blickwinkel entdecken.

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