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Im Baby-Schlafsack gut ins Leben starten

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Haben gut lachen: Dr. Sebastian Hentsch (li.), Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche im Klinikum. Der kleinen Schlafmütze im Baby-Schlafsack war der Presserummel am Freitagnachmittag sichtlich egal. (Foto: B. Glumm)
Haben gut lachen: Dr. Sebastian Hentsch (li.), Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche im Klinikum. Der kleinen Schlafmütze im Baby-Schlafsack war der Presserummel am Freitagnachmittag sichtlich egal. (Foto: B. Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Als das Klinikum vor gut 15 Jahren damit anfing, jede frisch gebackene Mutter mit einem Baby-Schlafsack zu versorgen, war man mit dieser einfachen Maßnahme bundesweit der Vorreiter. „Das war damals der Knaller und hatte einen enormen Werbeeffekt“, erinnert sich Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche im Klinikum. Mit der Verteilung der Schlafsäcke verfolgte man freilich ein ganz bestimmtes Ziel: 2002 startete das Klinikum die Initiative „Gesunder Babyschlaf“, der sich seinerzeit die Solinger Hebammen sowie die Kinder- und Jugendärzte angeschlossen haben.

Mit dem Schlafsack als „Vehikel“ vermittelt man den jungen Müttern außerordentlich erfolgreich, wie sie die erste Lebensphase ihres Säuglings mit einfachen Verhaltensregeln gesund und munter meistern. „Das ist eine der erfolgreichsten präventiven Maßnahmen überhaupt“, macht Volker Soditt deutlich. In den vergangenen 20 Jahren ist auch aufgrund dieser Maßnahmen die Säuglingssterblichkeit in Deutschland deutlich zurückgegangen.

12.000 Baby-Schlafsäcke wurden bisher verschenkt

5.000 Euro spendete die Solinger Stadt-Sparkasse jetzt dem Förderverein des Klinikums, damit neue Baby-Schlafsäcke angeschafft werden können. Denn jedes Neugeborene bekommt im Klinikum Solingen einen solchen Schlafsack geschenkt. Diese verhindern beispielsweise, dass das Kind unter die Decke kriecht und sich den Kopf überdeckt, was zu Überwärmung und Rückatmung führen kann. Die Ärzte weisen zudem darauf hin, dass der Säugling stets in Rückenlage schlafen sollte. Sorgen, dass sich das Kind verschlucken könnte, seien unbegründet. Rund 18 Euro kostet ein Baby-Schlafsack. Bei den im Schnitt 850 Geburten der vergangenen Jahre konnten bisher mehr als 12.000 Kinder im Klinikum Solingen mit einem Schlafsack begrüßt werden.

Fünf Männer und vier Babys: v.li Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen, Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kai Sturmfels und Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver vom Förderverein Klinikum sowie Dr. Sebastian Hentsch, Chefarzt Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. (Foto: B. Glumm)
Fünf Männer und vier Babys in Schlafsäcken: v.li Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen, Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, Kai Sturmfels und Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver vom Förderverein Klinikum sowie Dr. Sebastian Hentsch, Chefarzt Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. (Foto: B. Glumm)

Prävention: Unerfahrene Eltern sensibilisieren

„Dies ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, durch die vor allem unerfahrene Eltern sensibilisiert werden“, betont Stefan Grunwald, Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse Solingen. Im vergangenen Jahr wurden im Klinikum 1.390 Geburten gezählt. „Angesichts der steigenden Geburtenzahlen freuen wir uns auch fürs Klinikum über die Hilfe für die Beschaffung der Aufklärungsgeschenke“, macht Kai Sturmfels, Vorsitzender des Fördervereins des Klinikums, deutlich.

Die Aufklärungsarbeit im Klinikum – dem einzigen Krankenhaus Nordrhein-Westfalens und einem von drei Krankenhäusern in Deutschland, die die Auszeichnung der Weltgesundheitsorganisation „Babyfreundliches Krankenhaus“ für die Fachbereiche Geburtshilfe und Kinderklinik führen, zeigt Früchte. Im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland verzeichnet Solingen seit Jahren eine konstant niedrige Zahl von Säuglingstoden. Nach Angaben der Stiftung Kindergesundheit stirbt in Deutschland noch immer jedes 300. Baby, ohne seinen ersten Geburtstag erlebt zu haben.

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