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Stadt verpflichtet sich: Arbeitslose in Jobs vermitteln

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Am Freitag hat Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD, li.) eine Vereinbarung mit dem NRW-Arbeitsministerium unterzeichnet. Mike Häusgen, Leiter des Solinger Jobcenters, schaute ihm dabei über die Schulter. (Foto: B. Glumm)
Am Freitag hat Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD, li.) eine Vereinbarung mit dem NRW-Arbeitsministerium unterzeichnet. Mike Häusgen, Leiter des Solinger Jobcenters, schaute ihm dabei über die Schulter. (Foto: B. Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Die Stadt Solingen nimmt sich selbst in die Pflicht, in der Klingenstadt die Arbeitslosigkeit weiter deutlich zu reduzieren. Oberbürgermeister Tim Kurzbach unterzeichnete aus diesem Grunde am Freitagnachmittag eine Verpflichtungserklärung mit dem Arbeitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. „Die Integration in den Arbeitsmarkt ist für uns als Kommune eine vorrangige Aufgabe“, betonte Kurzbach. Ein ehrgeiziges Ziel hat sich die Stadtverwaltung für 2017 gesteckt: „Wir wollen im kommenden Jahr knapp 2.200 Menschen wieder in Arbeit bringen“, so Mike Häusgen, Chef des Solinger Jobcenters. Von den im Jobcenter gemeldeten rund 8.700 Arbeitssuchenden sind derzeit 5.400 Menschen tatsächlich arbeitslos. Die weiteren 3.300 Solingerinnen und Solinger befinden sich in Maßnahmen des Jobcenters. Bei einer Ausländerquote von rund 37 Prozent steht nach wie vor das Erlernen der deutschen Sprache an oberster Stelle.

Neun Millionen Euro zusätzliche Mittel vom Bund

Über 600 Sprachkurse konnten deshalb im vergangenen Jahr vom Jobcenter finanziert werden. „Arbeit ist nach der Sprache der größte Integrationsfaktor“, sagte OB Kurzbach mit Blick auf die Geflüchteten, die derzeit gut acht Prozent aller vom Jobcenter betreuten Solinger ausmachen. Rund neun Millionen Euro stehen dem Solinger Jobcenter im Jahr 2017 zusätzlich zur Verfügung, um mithilfe von zahlreichen Maßnahmen die Arbeitssuchenden wieder in Lohn und Brot zu bringen. Diese Mittel wurden vom Bund bewilligt. „Und wenn dann in Solingen jemand in Arbeit kommt, der bleibt dann auch in Arbeit“, machte Mike Häusgen deutlich. Rund 60 Prozent der in Arbeit vermittelten Menschen würden dauerhaft in ihren neuen Jobs bleiben. Mit diesem Wert läge man deutlich über dem anderer Städte, sagte Häusgen.

Oberbrügermeister Tim Kurzbach ist zuversichtlich, im neuen jahr gut 2.200 Arbeitslose in Solingen in Lohn und Brot zu bringen. (Foto: B. Glumm)
Oberbürgermeister Tim Kurzbach ist zuversichtlich, im neuen Jahr gut 2.200 Arbeitslose in Solingen in Lohn und Brot zu bringen. (Foto: B. Glumm)

Jobcenter: Niemand werde benachteiligt oder bevorzugt

Zwar ist die Integration von Flüchtlingen eine „Generationenaufgabe“ (Kurzbach) und stehe stets auf der Tagesordnung von Verwaltung und Politik. „Aber es geht natürlich nicht nur um das Thema Flüchtlinge“, erklärte Häusgen. Es werde aufgrund dessen niemand benachteiligt und niemand bevorzugt, betonten Kurzbach und Häusgen unisono. Alle im Jahr 2017 angedachten Maßnahmen werden ständig einer Prüfung unterzogen. Auch das Land werde etwas genauer hinschauen. „Wir verpflichten uns verbindlich, Menschen in Arbeit zu bekommen“, fasste Tim Kurzbach die ehrgeizigen Ziele der Stadt Solingen zusammen.

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