Start Aktuelles Initiativkreis Solingen nach Berliner Anschlag: „Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten“

Initiativkreis Solingen nach Berliner Anschlag: „Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten“

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Die Sommerparty 2026 findet statt, teilt der veranstaltende Initiativkreis Solingen mit. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
Die Sommerparty 2026 findet statt, teilt der veranstaltende Initiativkreis Solingen mit. (Archivfoto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (red) – Der mutmaßlich islamistisch motivierte Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin erschüttert das ganze Land. Die Tat, bei der eine Frau ums Leben kam und zahlreiche weitere Menschen verletzt wurden, weckt auch in Solingen schmerzhafte Erinnerungen an den Terroranschlag auf das Stadtfest „650 Jahre Solingen“ im August 2024.

Initiativkreis Solingen mit Stellungnahme

Der Initiativkreis Solingen hat sich am Sonntag mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt. Darin spricht er den Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. Gleichzeitig machen die Organisatoren deutlich, dass man sich trotz der Bedrohung nicht einschüchtern lassen werde.

„Wir wissen als Organisatoren des Solinger Stadtfestes um die Gefühle der Angehörigen, die einen Menschen verloren haben. Wir wissen um das Bangen der Angehörigen, deren Liebste mit dem Leben ringen. Wir wissen um das Trauma all jener, die das mit ansehen mussten. Der Initiativkreis steht fest an der Seite all dieser Menschen. Wir trauern und hoffen zugleich mit den Angehörigen“, heißt es in der Erklärung.

Sicherheitskonzept wird erneut überprüft

In knapp drei Wochen beginnt die vom Initiativkreis organisierte 15. Sommerparty Echt.Scharf.Solingen. auf dem Neumarkt. Das Stadtfest findet vom 14. bis 16. August statt. Nach den Ereignissen in Berlin rückt das Thema Sicherheit erneut in den Fokus.

Nach Angaben des Initiativkreises stehen die Organisatoren bereits seit Monaten in engem Austausch mit dem Ordnungsamt der Stadt Solingen, der Polizei, der Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz, dem privaten Sicherheitsdienst, den Verkehrskadetten, dem Veranstaltungsmeister sowie den Betreibern der Stände. In der kommenden Woche ist eine weitere Abstimmung geplant, bei der die Sicherheitsmaßnahmen noch einmal überprüft werden.

„Wir stellen unsere freiheitliche Grundordnung ins Schaufenster“

Ein hundertprozentiger Schutz sei zwar nicht möglich, betont der Initiativkreis. Das Sicherheitskonzept sei jedoch auf Grundlage der Erfahrungen aus der Sommerparty 2025 weiterentwickelt worden. Ein besonderer Schwerpunkt liege darauf, ein mögliches Durchbrechen von Fahrzeugen auf das Veranstaltungsgelände am Neumarkt zu verhindern.

Trotz der aktuellen Ereignisse blickt der Initiativkreis entschlossen auf die bevorstehende Sommerparty. Man freue sich auf drei Tage gemeinsames Feiern in einem gesicherten Rahmen und hoffe auf viele Besucherinnen und Besucher. Die Botschaft ist dabei eindeutig: „Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten. Wir stellen unsere freiheitliche Grundordnung ins Schaufenster – und feiern sie gemeinsam.“

Die Sommerparty findet am Freitag, 14. August, von 16.45 bis 24 Uhr, am Samstag, 15. August, von 15.30 bis 24 Uhr sowie am Sonntag, 16. August, von 12 bis 19 Uhr auf dem Neumarkt statt.

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redaktion.

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