Start Aktuelles Jan Michael Lange: Schulen in Solingen müssen Chefsache werden

Jan Michael Lange: Schulen in Solingen müssen Chefsache werden

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Jan Michael Lange (BfS) sieht in den Bereichen Schule und Jugend in Solingen dringenden Handlungsbedarf. Er wünscht sich beispielsweise die Schulverwaltung direkt ans Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. (Foto: © Bastian Glumm)
Jan Michael Lange (BfS) sieht in den Bereichen Schule und Jugend in Solingen dringenden Handlungsbedarf. Er wünscht sich beispielsweise die Schulverwaltung direkt ans Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Wo drückt der Schuh beim Offenen Ganztag (OGS) in der Klingenstadt? „Der drückt bei uns in Solingen eigentlich überall. Wir haben nicht die Räumlichkeiten, da fängt es schon an. Wir haben nicht das Lehrpersonal und noch viel schlimmer: Wir haben das Geld nicht dafür“, sagt Jan Michael Lange, Oberbürgermeisterkandidat der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) für die Wahlen am kommenden Sonntag. Zuletzt wurde bekannt, dass in Solingen 200 OGS-Betreuungsplätze in Grundschulen fehlen würden.

Raumproblematik beim Offenen Ganztag in Solingen

Das Thema OGS sei im Grunde beim Land anzusiedeln „und das Land müsste das auch durchfinanzieren, was es allerdings nicht tut“, bedauert Lange, weshalb bereits beim letzten Haushalt kommunale Mittel unter anderem für zusätzliche Stellen und Plätze aufgebracht werden mussten. Was aber längst nicht ausreiche: „Wir brauchen hier dringend passende Rahmenbedingungen des Landes, denn allein kann Solingen das nicht stemmen“, macht Jan Michael Lange deutlich.

Der Schulentwicklungsplan zeige dabei deutlich, dass gerade bei der Raumproblematik eine Fehlsteuerung stattgefunden habe. „Die Zahlen sind ja lange bekannt, es hätte ein Blick in die Statistiken genügt. Die Schulverwaltung hat sich nicht gekümmert, daher rührt ein Teil des Problems“, so Lange weiter. Um der räumlichen Problematik zu begegnen, könne man einerseits auf wenig beliebte Containerlösungen zurückgreifen. „Bei manchen Schulen besteht andererseits die Möglichkeit, auf Nachbargebäude auszuweichen, die derzeit noch nicht in städtischem Besitz sind. Da muss man sicherlich jetzt ein wenig flexibel sein, um entsprechende Räumlichkeiten zu schaffen“, fordert Lokalpolitiker Lange.

Lange: Schule und Jugend beim Büro OB ansiedeln

Für organisatorische Mängel – beim Verschicken der OGS-Bescheide gab es Schwierigkeiten (wir berichteten) – sei jedoch die Schulverwaltung verantwortlich, betont man bei der BfS. „Es kann nicht sein, dass Eltern darauf Monate warten müssen und quasi erst in der letzten Sekunde eine Info bekommen, das geht so nicht. Wir haben in der Schulverwaltung ohne Zweifel gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber es gibt organisatorische Mängel, die man ganz klar an der Führung festmachen muss“, sagt Jan Michael Lange.

Er würde sich wünschen, dass das gesamte Thema Schule und Bildung beim Büro Oberbürgermeister angesiedelt und zur Chefsache gemacht wird. „Dann hätte man quasi einen Ressortleiter, aber kein Dezernat mehr. Für uns ist das ein ganz wichtiges Zukunftsthema“, macht OB-Kandidat Lange deutlich.

Das Schulzentrum Vogelsang mit Gymnasium und Realschule. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
Das Schulzentrum Vogelsang mit Gymnasium und Realschule. (Archivfoto: © Bastian Glumm)

Der Rat der Stadt Solingen hat ein enormes Investitionsprogramm für die Schulen der Klingenstadt auf den Weg gebracht (wir berichteten). Im Rahmen dessen sollen sowohl alte Schulgebäude für Neubauten weichen als auch die vorhandene Bausubstanz in Form von Sanierungen auf Vordermann gebracht werden. Insgesamt sollen rund 125 Millionen Euro investiert werden, das allerdings nicht auf einen Schlag, sondern über viele Jahre. „In den vergangenen 20 bis 30 Jahren wurde in Solingen in dieser Sache ja fast gar nichts gemacht. Wir müssen hier noch deutlich mehr tun“, hofft Jan Michael Lange auch weiterhin auf die Unterstützung der Bezirksregierung bei der Sanierung der Solinger Schullandschaft.

Ausbau der digitalen Infrastruktur von Solingens Schulen

Dazu gehöre auch der Ausbau der digitalen Infrastruktur von Solingens Schulen. „So manche Schule ist hier schlechter angebunden und ausgebaut als das bei den meisten Leuten zu Hause der Fall ist“, so Lange. Gleichzeitig müsse aber auch die Lehrerschaft für das Thema Digitalisierung sensibilisiert und auch ausgebildet werden. Denn oftmals sei die Technik weiter als der Ausbildungsstand des Personals. „Was auch daran liegt, dass wir in Solingen keine einheitliche Landschaft in dieser Sache haben. Das macht es halt nicht einfacher“, bedauert Jan Michael Lange.

„Die Kinder und Jugendlichen, die jetzt da sind, sind die neuen Erwachsenen der Zukunft. Sie werden in Zukunft unsere Stadt gestalten. Wir arbeiten heute dafür, dass es unsere Kinder in Zukunft besser haben“, unterstreicht BfS Kandidat Jan Michael Lange die Wichtigkeit der Themen Schule und Ausbildung.

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