Start Aktuelles Raoul Brattig: Betreuungsplätze in Schulen und Kitas besser organisieren

Raoul Brattig: Betreuungsplätze in Schulen und Kitas besser organisieren

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Kinder und Jugendliche sind die Zukunft Solingens. Deshalb müsse sich die Klingenstadt in diesem wichtigen Bereich viel mehr engagieren, meint OB-Kandidat Raoul Brattig von der Solinger FDP: (Foto: © Bastian Glumm)
Kinder und Jugendliche sind die Zukunft Solingens. Deshalb müsse sich die Klingenstadt in diesem wichtigen Bereich viel mehr engagieren, meint OB-Kandidat Raoul Brattig von der Solinger FDP: (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Wie geht Solingen mit seiner Zukunft um? Wie geht die Klingenstadt mit Kindern und Jugendlichen um? Nicht optimal, meint Raoul Brattig, liberaler Oberbürgermeisterkandidat für die Wahlen am 13. September. Vor allem in den Bereichen Schulen und Kitas gebe es in Solingen nach wie vor erhebliche Defizite.

Wartelisten für den Offenen Ganztag

„Da ist zum Beispiel der Offene Ganztag (OGS), wo im Vorfeld des Schulbeginns von der Stadt mitgeteilt wurde, dass man 200 Kindern keinen OGS-Platz anbieten könne, man aber hoffe, das noch tun zu können, da man 200 Verträge draußen habe. Man baut also darauf, dass viele absagen würden, um den Leuten auf den Wartelisten einen Platz anbieten zu können“, wundert sich Raoul Brattig.

Für den jungen Politiker ein absolutes Unding, wie er nicht müde wird zu betonen. „Das ist ja kein neues Thema, aber es wurde nichts getan. Wenn der Aufschrei groß ist, wird behelfsmäßig eine zusätzliche Gruppe eingerichtet. Wenn man so schnell eine Gruppe einrichten kann, wieso geht das nicht vorher und ohne, dass die Eltern auf die Barrikaden müssen“, ärgert sich Brattig.

600 Kita-Plätze fehlen in Solingen

Zuletzt richtete die Stadt Solingen in der Grundschule Schützenstraße eine weitere OGS-Gruppe mit 25 Plätzen ein (wir berichteten). Raoul Brattig, selbst Vater einer kleinen Tochter, vermisst zudem eine transparente Kommunikation seitens der Verwaltung. „Man ist nicht offen zum Bürger. Man sagt, man hätte alles getan, aber dann geht auf einmal doch noch irgendwie was“, so der 28-Jährige.

Während es im OGS-Bereich also auch in Zukunft sehr viel aufzuholen gebe, lasse man die Eltern vieler Kids im Kindergartenalter ebenfalls im Stich. „Uns fehlen in Solingen 600 Kita-Plätze. Das sind 600 Kinder, die gerne einen Betreuungsplatz hätten. Der Bedarf ist doch bekannt, Solingen rechnet aber mit einer viel zu niedrigen Quote, was ich für hochproblematisch halte“, macht Raoul Brattig deutlich. In Summe hätte man jetzt 800 Kinder, die in Solingen auf einen Betreuungsplatz warten würden.

Gute Betreuung sei ein Standortvorteil

Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, denn rechnet man die Eltern und vielleicht auch noch Geschwister dazu, dann „sind wir ganz schnell bei 2.500 oder sogar 3.000 Menschen hier in Solingen, die in ihrem Familienleben ein echtes Problem haben und ernsthaft darüber nachdenken, hier wegzuziehen, um woanders einen Betreuungsplatz zu finden“, zeigt Brattig auf.

Damit könne und dürfe man sich nicht zufriedengeben, betont der junge FDP-Politiker. „Es wird ja nicht selten so sein, dass schließlich ein Elternteil zu Hause bleiben muss, damit das Kind versorgt ist. Und das in Zeiten von Fachkräftemangel“, so Brattig weiter. Wird das Kind nicht vernünftig betreut, dann treten alle anderen Dinge in den Hintergrund. Und das letztlich zum Nachteil nicht nur der Kinder selbst, sondern auch der Eltern.

Neues Dezernat „Kinder und Jugend“ gefordert

Raoul Brattig wünscht sich deshalb, dass man in Solingen der Kinder- und Jugendbetreuung, schulisch und in Kitas, sehr viel mehr Gewicht beimesse, als das derzeit der Fall sei. „Ich denke, dass Schule und Kitas ein eigener Schwerpunkt ist, für den wir einen eigenen Verantwortlichen brauchen, der sich nur mit diesen Themen beschäftigt und nicht auch noch mit Sport und Kultur, denn das ist zu viel“, fordert der 28-Jährige.

Ein neues städtisches Dezernat also, das sich ausschließlich um den großen Themenbereich „Kinder und Jugend“ dreht. „Natürlich wird man das nicht alles von heute auf morgen lösen können, das wären leere Versprechungen. Man muss aber im ersten Schritt den Leuten mal klare Fakten auf den Tisch legen. Man kann ja schon bei der Planung offen sagen, dass man nicht genug Plätze habe und nicht erst im Nachgang“, betont Brattig.

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