Start Aktuelles Raoul Brattig (FDP): Solingen darf nicht vom Verkehr abgenabelt werden

Raoul Brattig (FDP): Solingen darf nicht vom Verkehr abgenabelt werden

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Raoul Brattig möchte Solinger Oberbürgermeister werden, der 28-jährige Solinger tritt nächtes Jahr bei den Wahlen für die FDP an. (Foto: © FDP Solingen)
Raoul Brattig möchte Solinger Oberbürgermeister werden, der 28-jährige Solinger tritt nächtes Jahr bei den Wahlen für die FDP an. (Foto: © FDP Solingen)
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SOLINGEN (bgl) – Verkehr: Es ist eines der großen Reizthemen in Solingen. Und das bereits seit langen Jahren. Ist die Klingenstadt vernünftig an die Autobahnen angebunden? Halten genug Züge am Hauptbahnhof, die auch in weiter entfernte Ziele wie Berlin führen? Und wie ist eigentlich die Straßenführung in der Innenstadt zustande gekommen? Gibt es zu viele Ampeln? Fragen, die viele Solingerinnen und Solinger beschäftigen. Auch Raoul Brattig, der im kommenden September für die FDP zur Wahl zum neuen Oberbürgermeister antritt. „Ich denke, dass in den kommenden Jahren der Individualverkehr noch zunehmen wird. Will man dem gegensteuern, muss man schauen, wie man den ÖPNV besser aufstellen kann“, so der Liberale.

Individualverkehr nicht weiter ausbremsen

Mit Recht sei man in der Klingenstadt auf sein Bussystem stolz. Und zwar nicht nur auf das Oberleitungssystem inklusive des neuen Batterie-Oberleitungs-Busses (BOB). Dennoch gebe es bei den Linien durchaus Ausbaupotenzial. „Natürlich ist ein Ausbau dessen immer eine Frage des Geldes. Aber man kann ja durchaus anregen, dass spezielle Ziele vermehrt und gezielt angesteuert werden. Das wäre vor allem für die Jugendlichen eine echte Verbesserung“, betont Brattig, der sich beispielsweise vorstellen könnte, die Schlossfabrik in Burg besser anzubinden.

Gegen ein Verbot des Individualverkehrs in einzelnen Stadtbezirken wie der City spricht sich Brattig mit Nachdruck aus. „Derartiges lässt sich nicht umsetzen, man muss auch an den Einzelhandel denken. Das ist die falsche Richtung, man sollte hier die Innenstadt unterstützen, als dort Hürden zu bauen“, so der 28-Jährige.

Die Konrad-Adenauer-Straße ist die Hauptverkehrsachse in der Solinger Innenstadt. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Konrad-Adenauer-Straße ist die Hauptverkehrsachse in der Solinger Innenstadt. (Foto: © Bastian Glumm)

Brattig plädiert für einen fließenden Verkehr. „Und dazu gehört natürlich eine moderne Ampelschaltung. Wir haben ein sehr modernes Grundsystem, allerdings sind manche Ampeln inzwischen 40 Jahre alt und älter“, erläutert der FDP-Politiker. Optimierungspotenzial sieht der liberale OB-Kandidat beispielsweise beim Thema Grünphasen auf der Konrad-Adenauer-Straße. „Wenn wir da vieles optimieren, dann würde der Verkehr deutlich besser fließen. Und dann kommen wir auch dahin, dass es dort einfach besser läuft, selbst wenn man mehr Verkehr hat“, ist Raoul Brattig überzeugt.

Verträgliche Lösung bei der Autobahnanbindung finden

Hat es Solingen eigentlich noch selbst in der Hand, doch noch besser an die Autobahnen der Umgebung angebunden zu werden? „Ja und nein. Ich glaube, wenn Solingen es nicht will, dann wird nie etwas passieren. Insofern liegt es schon ein gutes Stück in der Hand der Solinger, das zu forcieren“, ist sich Brattig sicher. Er würde sich eine für Solingen und auch Langenfeld verträgliche Lösung wünschen, die Klingenstadt von Ohligs aus besser an die Autobahn A3 anzubinden.

„Natürlich wird so etwas dauern. Das geht nicht von heute auf morgen. Man muss nur als Solingen auch mal klar sagen, was man überhaupt will. Denn wenn Land und Bund nachfragen, was man sich den genau vorstellt, und man in Solingen keine Antwort parat hat, dann wenden die sich dem nächsten zu“, macht Brattig deutlich.

Der Bahnhaltepunkt Grünewald in der Solinger Innenstadt. (Foto: © Bastian Glumm)
Der Bahnhaltepunkt Grünewald in der Solinger Innenstadt. (Foto: © Bastian Glumm)

Aber auch der Schienenverkehr ist und bleibt für Solingen überlebenswichtig. „Die S-Bahnverbindung von und nach Düsseldorf muss unbedingt bleiben, obwohl es sich dabei ja um eine eher krisengebeutelte Strecke mit vielen Ausfällen handelt“, sagt Raoul Brattig, der sich auch für den Erhalt des ICE-Stopps am Hauptbahnhof einsetzen will. „Das ist unheimlich wichtig, sonst würden wir als Solingen an dieser Stelle abgenabelt“, unterstreicht der 28-Jährige.

Weitere Bahnhaltepunkte in Solingen, über die immer mal wieder diskutiert wird, findet Brattig durchaus erstrebenswert. „Das große Problem ist halt, dass wir keinen echten S-Bahnhalt in der Innenstadt haben. Das versucht man dann etwas auszugleichen, mehrere Haltpunkte drumherum zu legen“, erläutert er.

Parkplätze bei Großprojekten berücksichtigen

Raoul Brattig appelliert an die Stadtplaner, bei der Umsetzung von Großprojekten unbedingt stets eine adäquate Zahl an Parkplätzen zu berücksichtigen. Den das sei zuletzt (O-Quartier) etwas zu kurz geraten.

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