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Solinger Spedition gibt dem toten Winkel keine Chance

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Arbeiten Hand in Hand, wenn es um das Thema Verkehrssicherheit geht: v.li. Polizeihauptkommissar Ulrich Schmidt, Christian Bruch, Geschäftsführer der Solinger Verkehrswacht, Manfred Dworatzek, Inhaber der Spedition Deka Trans und Fuhrparkleiter Patrick Völtzke. (Foto: © Bastian Glumm)
Arbeiten Hand in Hand, wenn es um das Thema Verkehrssicherheit geht: v.li. Polizeihauptkommissar Ulrich Schmidt, Christian Bruch, Geschäftsführer der Solinger Verkehrswacht, Manfred Dworatzek, Inhaber der Spedition Deka Trans und Fuhrparkleiter Patrick Völtzke. (Foto: © Bastian Glumm)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (bgl) – Jeder, der mit dem Auto unterwegs ist, kennt und fürchtet ihn: den toten Winkel. Wer da nicht auf Zack ist und aufpasst, der kann in die schlimmsten Unfälle verwickelt werden. Was für Autofahrer schon eine echte Herausforderung werden kann, ist bei Lkw-Fahrern noch einmal eine Nummer schwieriger – und kann vor allem für Fahrradfahrer zur fatalen Todesfalle werden:

„Man muss sich ja mal vorstellen, in wieviele Spiegel der Lkw-Fahrer schauen muss. Aber einen elektronischen Helfer, den überlistet man so einfach nicht“, betonte Polizeihauptkommissar Ulrich Schmidt am Donnerstagmorgen auf dem Hof der Solinger Spedition Deka Trans an der Brühler Straße. Dort stellte Firmeninhaber Manfred Dworatzek einen elektronischen Abbiege- Assistenten vor, mit dem er jedes seiner 22 Fahrzeuge ausstatten wird.

Elektronischer Assistent warnt den Fahrer

Der Clou: Befindet sich ein Radfahrer, ein Pkw oder ein Fußgänger auf der rechten Seite des Lasters im toten Winkel, meldet sich der elektronische Assistent akustisch und optisch mit Warnsignalen. „Somit schützen wir ja nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, wir schützen auf diese Weise auch uns und unsere Fahrer“, machte Dworatzek deutlich.

Ulrich Schmidt zeigt den toten Winkel auf. Lkw-Fahrer sehen ihn dort im Spiegel nicht mehr. Ein elektronischer Abbiege-Assistent übernimmt das und weist den Fahrer akustisch und optisch darauf hin. (Foto: © Bastian Glumm)
Ulrich Schmidt zeigt den toten Winkel auf. Lkw-Fahrer sehen ihn dort im Spiegel nicht mehr. Ein elektronischer Abbiege-Assistent übernimmt das und weist den Fahrer akustisch und optisch darauf hin. (Foto: © Bastian Glumm)

Denn der Abbiege-Assistent meldet sich auch bei statischen Objekten wie Blumenkübeln, die im toten Winkel des Lkw verschwunden sind. So lassen sich auch noch Beulen und Reparaturen vermeiden. Das hat sich Manfred Dworatzek etwas kosten lassen. Rund 3.000 Euro investiert er in die Verkehrssicherheit. Und zwar pro Fahrzeug. Das kompakte Gerät ist kurz vor der Hinterachse der Zugmaschine auf deren rechter Fahrzeugseite installiert.

Aufkleber weisen auf den toten Winkel hin

„Wir fangen jetzt mit dem ersten Fahrzeug an und rüsten dann nach und nach jedes weitere damit aus“, so Spediteur Dworatzek. Mit der Verkehrswacht arbeitet das Solinger Unternehmen bereits seit 2013 zusammen. Seinerzeit wurden erstmals Aufkleber am Heck der Deka Trans-Laster angebracht, die Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer vor dem toten Winkel warnten. Neue Aufkleber brachten am Donnerstag Verkehrssicherheitsberater Ulrich Schmidt und Christian Bruch von der Solinger Verkehrswacht auch gleich mit, um damit alle Lkw neu auszustaffieren.

Am Donnerstag wurden die Fahrzeuge der Firma Deka Trans mit neuen Aufklebern bestückt, die Radfahrer vor dem toten Winkel warnen. (Foto: © Bastian Glumm)
Am Donnerstag wurden die Fahrzeuge der Firma Deka Trans mit neuen Aufklebern bestückt, die Radfahrer vor dem toten Winkel warnen. (Foto: © Bastian Glumm)

Übrigens: Zu Unfällen aufgrund eines übersehenen Radfahrers oder Fahrzeugs ist es bei der Firma Deka Trans bisher glücklicherweise noch nicht gekommen. Und das soll auch so bleiben: „Deshalb beugen wir auf diese Weise vor und wollen es erst gar nicht dazu kommen lassen“, sagte Fuhrparkleiter Patrick Völtzke.

Bei der Belegschaft kommt das Engagements des Chefs sehr gut an. „Die Fahrer sind begeistert, dass sie Arbeitgeber haben, der derartige Kosten nicht scheut“, freute sich Patrick Völtzke. Denn Einkauf und Installation des Abbiege-Assistenten sind derzeit noch vollkommen freiwillig. Entsprechende gesetzliche Reglementierungen seien aber in Zukunft möglich, so die Verkehrswacht.

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