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Sommerparty und Zöppkesmarkt fallen aus

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Bedauern sehr, Solinger Großveranstaltungen absagen zu müssen: v.li. Detlef Ammann (WIR), Falk Dornseifer (Brauchtumsverein) mit Waldemar Gluch und Phlipp Müller (beide Initiativkreis Solingen). (Foto: © Bastian Glumm)
Bedauern sehr, Solinger Großveranstaltungen absagen zu müssen: v.li. Detlef Ammann (WIR), Falk Dornseifer (Brauchtumsverein) mit Waldemar Gluch und Phlipp Müller (beide Initiativkreis Solingen). (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Auch in diesem Jahr fallen Sommerparty und Zöppkesmarkt der Corona-Pandemie zum Opfer. „Trotz fallender Inzidenzwerte haben wir uns überlegt, dass im August an einem Wochenende zehntausende Menschen in die Solinger City kommen würden, 40 Prozent davon von außerhalb. Wir wollen nicht für einen Superspreader verantwortlich sein, weshalb wir die Sommerparty absagen“, erklärt Waldemar Gluch, Vorsitzender des veranstaltenden Initiativkreises Solingen. Damit fällt bereits die zweite Sommerparty Echt.Scharf.Solingen aufgrund der Corona-Krise aus.

Winzerfest findet ebenfalls nicht statt

„Wir würden gerne 2022 ein fantastisches Programm auf die Beine stellen, wir sind davon überzeugt, dass wir dann wieder etwas großartiges anbieten können“, hofft Gluch auf das kommende Jahr. Seine Hoffnungen auf 2022 setzt ebenfalls Detlef Ammann, Vorsitzender des Werbe- und Interessenrings Solinger Innenstadt (W.I.R.). Analog zur Sommerparty fällt in diesem Jahr erneut das Winzerfest aus. „Das können wir nicht verantworten. Wir hoffen aber, dass wir vielleicht doch noch eine kleine Veranstaltung hinkriegen mit einem Weinfest und Bänken in entsprechenden Abstand“, betont Ammann, der einen Termin für eine abgespeckte Version des Winzerfestes aber noch offen lässt.

Gesundheit und Sicherheit gehen vor, sagt auch Falk Dornseifer vom Solinger Brauchtumsverein. „Deshalb kann und darf es auch einen Zöppkesmarkt, der ja in einer ähnlichen Größenordnung wie die Sommerparty Echt.Scharf.Solingen stattfindet, in diesem Jahr nicht geben. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass sich Menschen anstecken“, macht Dornseifer deutlich. So fällt auch der Zöppkesmarkt erneut ins Wasser, bereits im vergangenen Jahr konnte die Traditionsveranstaltung in der Solinger City wegen Corona nicht stattfinden.

Gemeinsame Roadshow durch die Stadtteile schicken

„Das heißt natürlich nicht, dass wir jetzt den Kopf in den Sand stecken“, so Dornseifer weiter. Planungen für Veranstaltungen im kommenden Jahr würden bereits auf Hochtouren laufen. Auch würde man einerseits Kooperationen mit der Stadt, aber auch andererseits mit anderen Vereinen und Initiativen für Aktionen suchen. „Wir wollen deshalb eine gemeinsame Roadshow durch die Stadteile schicken“, macht Philipp Müller – beim Initiativkreis für das musikalische Programm der Sommerparty zuständig – neugierig. Es wird Live-Musik von und mit Solinger Profimusikern geben. „Diese sind jetzt im 15. Monat fast ohne Auftritte. Davon haben wir in Solingen einige, mit denen hat es Gespräche gegeben“, erläutert Müller.

„Solinger Rock- und Pop-Revue“ in den Stadtteilen

Es soll eine „Solinger Rock- und Pop-Revue“ geben, gemeinsam mit bekannten Sängerinnen und Sängern aus der Klingenstadt. Stattfinden soll das Event Ende September, Anfang Oktober. Die Auftritte sollen in einem überschaubaren Rahmen stattfinden und für 500 bis maximal 1.000 Gäste zugänglich sein. In der Innenstadt soll die Roadshow auf dem Neumarkt Halt machen. Denkbar seien auch das Klingenmuseum in Gräfrath oder der Peter-Höfer-Platz in Höhscheid als weitere Veranstaltungsorte.

Auch in Wald und Ohligs schaue man sich nach passenden Locations um. „Das wird dann jeweils in eingegrenzten Arealen der Fall sein mit einem entsprechenden Hygienekonzept. Die Besucherregistrierung würden wir gerne über die Solingen-App abwickeln, aber auch das Programm kommunizieren“, erklärt Philipp Müller. Die Roadshow soll an drei oder vier Orten in Solingens Stadtteilen zu sehen sein. Allerdings könne man nicht garantieren, dass die Roadshow komplett kostenlos zu sehen sein werde.

Brauchtumsverein und Initiativkreis arbeiten eng zusammen

Die Sommerparty verfüge sonst über ein Budget von rund 125.000 Euro, so Müller. Für die Roadshow müsse man in entsprechend kleineren Maßstäben rechnen, da zahlreiche Sponsoren aus dem Einzelhandel kämen und ebenfalls arge pandemiebedingte Einbußen zu verzeichnen hätten. Zudem habe man zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Planungssicherheit.

Bis zum 30. Juni sind laut „Bundesnotbremse“ Großveranstaltungen verboten. Niemand weiß, ob diese Regelung sogar nochmal verlängert werden wird. „Deswegen die kleine lokale Lösung“, zeigt Müller auf. Für die Roadshow ziehen Brauchtumsverein und Initiativkreis gemeinsam an einem Strang und wollen zudem noch weitere Partner ins Boot holen.

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