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Stadtbibliothek Solingen: Spaß und Begeisterung bei Greg-Lesenacht

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Bibliothekarin Charlotte Struckmeier stellte ein paar Fragen zu den einzelnen Charakteren aus Gregs Tagebuch. Die Kinder kannten sich bestens aus und antworteten wie aus der Pistole geschossen. (Foto: © Martina Hörle)
Bibliothekarin Charlotte Struckmeier stellte ein paar Fragen zu den einzelnen Charakteren aus Gregs Tagebuch. Die Kinder kannten sich bestens aus und antworteten wie aus der Pistole geschossen. (Foto: © Martina Hörle)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (mh) – Was soll man tun, wenn man von lauter Idioten umgeben ist? Eine Frage, die sich Greg, die etwas faule, aber liebenswerte Comic-Figur von Jeff Kinney, dem amerikanischen Kinderbuchautor, häufig stellt. Und dann schenkt ihm seine Mutter zu allem Überfluss auch noch ein Tagebuch.

Die Erlebnisse, die er in diesem Buch festhält, begleiteten die Kinder und Jugendlichen in der Stadtbibliothek durch eine lange Samstagnacht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, federführend Sebastian Tobisch, hatten einen bunten Mix aus Lesen, Rätselspaß, Brett- und Videospiel und Kreativaktionen auf die Beine gestellt. Semesterpraktikant Tobisch studiert Bibliothekswesen und hat mit dieser Lesenacht sein eigenes Projekt entwickelt.

Spiel und Spaß mit Comic-Figur Greg

„Sebastian hat von uns nur ein Grundgerüst bekommen“, erklärte Mitarbeiterin Jessica Mach. „Von der Idee über die Planung bis zur Organisation ist dieser Abend sein Werk.“ Bibliothekarin Charlotte Struckmeier dazu: „Es war wirklich eine ganz pfiffige Idee. Er hat sich überlegt, was das Ziel einer solchen Veranstaltung ist und was die Jugendlichen interessiert. Die Greg-Bücher sind unglaublich gefragt. Sie sind bei uns fast immer alle ausgeliehen.“

Das Greg-Brettspiel „Balla Balla“ stellte die Kinder vor eigenartige Aufgaben und sorgte für viele Lacher. (Foto: © Martina Hörle)
Das Greg-Brettspiel „Balla Balla“ stellte die Kinder vor eigenartige Aufgaben und sorgte für viele Lacher. (Foto: © Martina Hörle)

Warum das der Fall ist, erklärte Struckmeier so: „Der Greg ist nicht der typische Mittelpunktjunge. Auf der Beliebtheitsskala rutscht er schon mal sehr weit nach unten. Dazu die Nerverei mit den Geschwistern. Szenen, die aus dem Leben gegriffen sind. Die Leser können sich mit dieser Figur voll identifizieren.“

Interessant ist auch die ungewöhnliche Kombination aus traditionellem Text und Comic-Figur. Der Autor selbst bezeichnet diesen Mix als Comic-Roman. Ein gutes Mittel, um auch diejenigen ans Lesen zu bringen, denen Bücher eigentlich zu langweilig sind. Denn die Greg-Bände, 12 sind auf dem Markt, erscheinen mittlerweile als Bestseller in 63 Ländern und wurden in 53 Sprachen übersetzt.

Gregs Tagebuch ein Bestseller

Zu Beginn des Abends konnten 45 Fünft- und Sechstklässler erst einmal bei der „Reise nach Jerusalem“ ihre Schnelligkeit unter Beweis stellen. Dann gab’s einen kurzen Überblick über den Abend. Aufteilung in vier Gruppen, die alle an vier Stationen unterschiedliche Aufgaben erfüllen mussten. Dazu hörten sie einen kurzen Text aus Gregs Tagebuch, der wichtige Hinweise zu den Lösungen gab. Wertvolle Unterstützung leisteten hierbei die ehrenamtlichen Vorlesepatinnen Uschi Müller und Wiebke Pelz.

Zuvor stellte Charlotte Struckmeier ein paar kurze Fragen zu den einzelnen Charakteren im Buch. Da ging es um Gregs besten Freund Rupert, der ins Fernsehen kommt und ein Angsthase ist. Der älteste Bruder Rodrick spielt Schlagzeug und ist nicht gut in der Schule. Manni, der jüngere, ist eine Heulsuse und richtige Petze. Mom übertreibt mit ihrer Fürsorge und bringt Greg sein Pausenbrot auch schon mal in die Schule. Gregs Dad will ihn dauernd zum Sport animieren. Charaktere also, die viele aus eigener Erfahrung kennen.

Carlotta und Max, die beiden Oberstufenschüler des Humboldtgymnasiums, gaben einen kleinen Workshop im Comic-Zeichnen und lösten damit große Begeisterung aus. (Foto: © Martina Hörle)
Carlotta und Max, die beiden Oberstufenschüler des Humboldtgymnasiums, gaben einen kleinen Workshop im Comic-Zeichnen und lösten damit große Begeisterung aus. (Foto: © Martina Hörle)

Beim Greg-Brettspiel „Balla“ mussten spezielle Aufgaben gelöst werden. „Leg auf jedes Knie einen Würfel und rutsch ca. 1,50 Meter rückwärts“, war nur eine von vielen. Mit Hilfe eines IPADS und des Greg-Buches konnten die Fragen vom Kahoot-Quiz gelöst werden. An der Wii-Gaming-Station bewältigte man die Strecke „Kuh“. Bei „Halloween mit Greg“ kostümierten sich die Kinder mit den unterschiedlichen Charakter-Masken.

Ganz große Begeisterung löste der Comic-Workshop im Lichtraum aus. Carlotta und Max, Oberstufenschüler aus dem Kunst-Leistungskurs des Humboldtgymnasiums, führten die Teilnehmer auf einfache Art und Weise in die Kunst des Comic-Zeichnens ein. Mit wenigen, schnellen Strichen entstand in Minutenschnelle am Whiteboard ein Greg-Gesicht, mal traurig oder schlecht gelaunt, mal lächelnd, dann überrascht. Der Körper war ähnlich schnell fertig. Wer sich daran versuchen möchte, findet hier ein Tutorial.

Comic-Zeichnen sorgte für Begeisterung

Später zeichnete jede Gruppe nach vorgegebenen Themen (der Traum, das Geheimnis, der Käsevorfall, das Baumhaus) ihren eigenen Comic, der mit entsprechenden Sprechblasen vervollständigt wurde.

Zum Abschluss der Greg-Nacht gab es die lustige Comic-Figur in einer Filmvorführung.

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