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Vom Trading Leben: Traum oder Wirklichkeit?

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(Symbolfoto: ┬ę Bastian Glumm)
(Symbolfoto: ┬ę Bastian Glumm)

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Die Finanzm├Ąrkte befl├╝geln schon seit Jahrzehnten zahlreiche Fantasien von sagenhaftem Reichtum oder sich selbst vermehrendem Geld. In der j├╝ngeren Vergangenheit ist ein weiterer Traum hinzugetreten: Der Traum vom passiven Einkommen, welches es auch ganz normalen Leuten erm├Âglichen soll, die als fremdbestimmt erfahrene Erwerbsarbeit aufzugeben oder deutlich zu reduzieren und stattdessen vom selbstbestimmten Handel an den Finanzm├Ąrkten zu leben. In diesem Ratgeberartikel f├╝hlen wir diesem Traum auf den Zahn und kl├Ąren, wie realistisch eine solche Vorstellung ist und welche T├╝cken auf dem Weg zur Verwirklichung lauern.

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Trading vs. Investment

Zun├Ąchst ist wichtig zu verstehen, was ein Trader eigentlich macht beziehungsweise welche Arten von Transaktionen typisch f├╝r das Trading sind. Am leichtesten ist dies zu verstehen, wenn man sich den Unterschied zum Investment anschaut: Beim Investieren werden in der Regel gr├Â├čere Geldbetr├Ąge auf einen Schlag und zumeist langfristig in Aktien, Fonds oder andere Werte investiert. Die Rendite wird ├╝ber langfristige Kurssteigerungen oder Gewinnauszahlungen wie Aktiendividenden erzielt.

Gerade bei steigenden Kursen springen Investoren nicht ab, sondern halten das Papier in der Regel, bis sie ihr Kapital anderweitig investieren wollen. Umgekehrt lassen sie sich auch von negativen Trends nicht leicht beeinflussen und nehmen Kursverluste im bestimmten Rahmen hin. Investoren ver├Ąu├čern ihre Werte oft erst, wenn ihnen eine deutlich attraktivere Option vorgelegt wird oder sie bef├╝rchten m├╝ssen, dass der von ihnen gehaltene Wert sich dauerhaft im Abw├Ąrtstrend befindet.

Trader hingegen beobachten die Kursverl├Ąufe von Aktien und Co. sehr genau und reagieren teilweise schon auf minimale Kursver├Ąnderungen. Sie sind weniger an langfristigen Wertanalysen interessiert als vielmehr an den Schwankungen der kurzen Frist. So steigen sie eventuell sogar min├╝tlich in bestimmte Positionen ein oder wieder aus und versuchen durch eine Vielzahl solcher Entscheidungen ihren Gewinn zu erzielen. Erfahrene und talentierte Trader haben es damit erreicht, dass Trading ein zuverl├Ąssiges Einkommen ist. Allerdings schaffen es nur die Wenigsten, mit dem Trading ein volles Gehalt und alle n├Âtigen Kosten abzudecken.

Wie realistisch ist der Traum vom passiven Einkommen?

Trader, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und tats├Ąchlich vom Tradingeinkommen leben, betreiben in der Regel Daytrading, bei dem Aktien oder andere Werte in der Regel nicht ├╝ber Nacht gehalten, sondern innerhalb eines Handelstages ge- und verkauft werden. Um hier profitabel arbeiten zu k├Ânnen, m├╝ssen Trader die M├Ąrkte sehr genau im Blick behalten und gegebenenfalls innerhalb weniger Minuten oder sogar sekundenschnell auf bestimmte Trends reagieren. Das ÔÇśpassivÔÇÖ aus dem ÔÇśpassivenÔÇÖ Einkommen ist also in Wirklichkeit mit einer sehr hohen Aufmerksamkeit und Analyset├Ątigkeit verbunden.

Trading-Anf├Ąngern r├Ąt Andre Witzel (Wirtschaftswissenschaftler, erfolgreicher Trader und Mitbetreiber zweier Informationsportale zum Thema) zun├Ąchst zum Handel mit Aktien und Fonds, bevor im sp├Ąteren Verlauf der Trader-Karriere auch Derivate, Termingesch├Ąfte oder der Einsatz von Hebeln sinnvoll wird. Anf├Ąnger im klassischen B├Ârsenhandel, die sich durch Trading ein ausreichendes Einkommen aufbauen m├Âchten, sollten auf diese komplizierten und risikoreichen Instrumente zun├Ąchst verzichten.

Mit soliden Analysen, guten Entscheidungen und etwas Gl├╝ck kann aber auch durch das Handeln mit einfachen Basiswerten wie Aktien oder Fonds ein regelm├Ą├čiges Einkommen erzielt werden. Damit sich tats├Ąchlich ausreichend hohe Gewinne ergeben, ohne dass unverh├Ąltnism├Ą├čige Risiken eingegangen werden m├╝ssen, empfiehlt Witzel ein Startkapital von mindestens 10.000 Euro. Wer daraus ein bescheidenes Einkommen von 1.500 Euro generieren m├Âchte, muss mit seinen Transaktionen allerdings durchschnittlich mindestens 15 Prozent Rendite inklusive aller Kosten f├╝r den Broker und aller Verluste erzielen. Ein Profit von etwa 20 Prozent pro Transaktion sollte daher angepeilt werden. Erw├Ąhnenswert ist an dieser Stelle, dass mit einem Grundkapital von 20.000 Euro f├╝r den gleichen absoluten Gewinn lediglich ein durchschnittlicher Profit von etwa 10 Prozent notwendig ist.

Gibt es eine Anleitung zum Erfolg?

Der Handel mit Finanzprodukten ist risikobehaftet und bleibt dies selbst bei den professionellsten Analysen und den bestdurchdachtesten Entscheidungen auch. Grunds├Ątzlich steigt mit den Ertragschancen auch das Risiko. Wenn wir hier ├╝ber den Bereich Investment sprechen w├╝rden, m├╝sste darauf verwiesen werden, dass Renditen von ca. 20 Prozent sich nur im Hochrisikobereich realisieren lassen, allerdings verf├╝gen Trader ├╝ber zahlreiche Instrumente der Risikoreduzierung.

Diese gilt es zu erlernen und zu beherrschen. Andre Witzel empfiehlt daher jedem Anf├Ąnger und Interessierten zun├Ąchst die Basics der verschiedenen Instrumente sowie des Risikomanagements zu erlernen, bevor man sich mit Begeisterung ins Gesch├Ąft st├╝rzt. Dies hilft, hohe Anfangsverluste zu reduzieren oder zu vermeiden, das Beste aus den Analysetools der Broker zu holen und somit den Grundstein f├╝r eine lange und erfolgreiche Trading-Karriere zu legen.

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redaktion.

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