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„Wuppersteine“ reisen um die ganze Welt

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Teilen eine Leidenschaft und bemalen kunstvoll ihre
Teilen eine Leidenschaft und bemalen kunstvoll ihre "Wuppersteine", legen diese dann aus, um anderen Menschen eine Freude zu machen: Petra Schöneweiß (li.) und Miriam Gatawetzki-Köppchen. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Als Miriam Gatawetzki-Köppchen im vergangenen Jahr damit begann, Steine mit Acrylfarben kunstvoll zu bemalen und in der Natur auszulegen, hätte sie nicht erwartet, was sie damit anstoßen würde. „Wir haben inzwischen 3.700 Mitglieder in unserer ,Wuppersteine-Facebook-Gruppe´. Es gab zuletzt Tage, da hatten wir täglich mehr als 100 Beiträge“, freut sich die Solingerin.

Kunstvoll bemalte Steine werden ausgelegt

Das Prinzip hinter den „Wuppersteinen“ ist so simpel wie genial: Man bemalt einen Stein mit dem Motiv seiner Wahl, hinterlässt auf dem Stein dabei einen Hinweis, dass der Finder diesen doch fotografieren, das Foto in der Facebook-Gruppe posten und das Fundstück schließlich entweder behalten oder neu auslegen soll. Dafür begeistern sich in zunehmendem Maße junge und ältere Hobbykünstler. „Auf diese Weise finden Menschen zueinander und man lernt Gleichgesinnte kennen, die auch kreativ sind und mit den ,Wuppersteinen´ anderen Menschen eine Freude machen wollen“, sagt Miriam Gatawetzki-Köppchen.

In allererster Linie findet der Kontakt der Gruppenmitglieder und „Wuppersteine“-Freunde online über die sozialen Netzwerke statt. Aufgrund der Corona-Krise musste ein größeres Treffen zunächst verschoben werden. Sonst aber befeuerte die Pandemie eher die kreativen Arbeiten, als dass sie ausgebremst wurden: „Mit Beginn der Corona-Pandemie hat der Zuspruch gut um das Doppelte zugenommen. Die Leute mussten zu Hause bleiben und konnten sich dort mit den ,Wuppersteinen´ beschäftigen. Ausgelegt wurden diese dann allerdings eher regional“, erläutert Miriam Gatawetzki-Köppchen.

„Wuppersteine“: Von Jerusalem bis Rio de Janeiro

Denn vor der Krise, die ja bekanntermaßen mit drastischen Reisebeschränkungen einhergeht, reisten auch die „Wuppersteine“ um die ganze Welt. Ausgelegt wurden kunstvoll bemalte Exemplare von Urlaubern und Reisenden beispielsweise in den USA, in Rio, in Südafrika, an Traumstränden in Thailand, in Australien, in ganz Europa, aber auch an der Klagemauer in Jerusalem.

Dieser "Wupperstein" hat es bis zur Klagemauer in Jerusalem in Israel geschafft und wurde dort ausgelegt. (Foto: © Bastian Glumm)
Dieser „Wupperstein“ hat es bis zur Klagemauer in Jerusalem in Israel geschafft und wurde dort ausgelegt. (Foto: © Bastian Glumm)

„Dass sich so viele Leute von dieser Sache anstecken lassen und dass es solche Kreise ziehen würde, hätte ich nie erwartet“, schwärmt Initiatorin Miriam Gatawetzki-Köppchen. Ganz aktuell hat sie in der Ohligser Heide einige Steine ausgelegt. An ihrer Seite: Petra Schöneweiß, die in der Facebook-Gruppe als Moderatorin fungiert. Persönlich haben sich die beiden Frauen jetzt aber zum ersten Mal kennengelernt. Petra Schöneweiß kommt aus Solingen, lebt aber in Leichlingen.

Gleichgesinnte kennenlernen und Freundschaft schließen

Von den „Wuppersteinen“ hat sie ebenfalls über Facebook erfahren. „Ich habe auf diesem Wege bereits einige Menschen kennenlernen können, auch persönlich. Manche Leute wünschen sich dann ein ganz bestimmtes Motiv und ich werde dann sogar gebeten, so etwas zu malen. Ich hoffe, dass so sogar die eine oder andere Freundschaft entsteht“, erklärt Petra Schöneweiß.

Petra Schöneweiß legt einen "Wupperstein" in der Ohligser Heide aus. Spaziergänger dürfen diesen mitnehmen und neu auslegen - oder behalten. (Foto: © Bastian Glumm)
Petra Schöneweiß legt einen „Wupperstein“ in der Ohligser Heide aus. Spaziergänger dürfen diesen mitnehmen und neu auslegen – oder behalten. (Foto: © Bastian Glumm)

Und wie soll es mit den „Wuppersteinen“ in der Zukunft weitergehen? Miriam Gatawetzki-Köppchen: „Ich hoffe, dass sich immer Menschen dafür begeistern. Und wenn Corona dann endlich vorbei ist, dann auch die Reisebschränkungen fallen und unsere Steine wieder weiter weg unterwegs sein können, um dort Menschen glücklich zu machen“, betont die Gründerin der „Wuppersteine“.

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