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Bethanien: Podiumsdiskussion zum Thema „Pflegekammer NRW“

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Die Kapelle auf dem Gelände des Diakonischen Werks Bethanien in Aufderhöhe. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Kapelle auf dem Gelände des Diakonischen Werks Bethanien in Aufderhöhe. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Die Diakonie Bethanien und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) organisieren gemeinsam eine Informationsveranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema „Die Pflegekammer NRW kommt! Was heißt das für die Pflege?“. Eingeladen sind alle in der Pflege beruflich tätige Personen, aber auch Interessierte. Die kostenfreie Veranstaltung findet am 12. August, von 14 bis 15.30 Uhr, in der Kapelle auf dem Gelände der Diakonie Bethanien in Solingen, Aufderhöher Straße 169, statt.

„Pflegekammer eine historische Chance“

Vor Ort können Besucher Fragen an die Teilnehmer der Podiumsdiskussion stellen und ihre Berufsurkunde beglaubigen lassen.  Die Moderation übernehmen Miriam Lohe, Mitglied im DBfK und Carsten Suhre, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung der Diakonie Bethanien in Solingen.  „Die Errichtung der Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen ist eine historische Chance für die beruflich Pflegenden in diesem Land, sich eine organisierte, einheitliche und hörbare Stimme zu verschaffen“, erklärt Prof. Christel Bienstein.

„Wir benötigen die Pflegekammer um die Pflegeberufe dauerhaft aufzuwerten und als dann größte Heilberufekammer in NRW auf Augenhöhe mit anderen Heilberufen wie den Ärzten, Apothekern und Therapeuten in der Politik und in unterschiedlichen Gremien agieren zu können“, sagt Sandra Postel.

Zukunftsvertrag der neuen NRW-Landesregierung

Harald Meyer sieht das hingegen ganz anders: „Dass für die Pflege die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen, streitet kein kompetenter Verantwortlicher mehr ab. Ob eine Pflegekammer diese aber im Sinne der Beschäftigten wird durchsetzen können, ist zumindest fraglich, denn dafür fehlen ihr die Instrumente.“

„Die neue Landesregierung hält in ihrem Zukunftsvertrag an der Einrichtung einer Pflegekammer fest. 200.000 beruflich Pflegende in NRW haben ein großes Gewicht. Sie erhalten die Möglichkeit selbstbestimmt die notwendigen Rahmenbedingungen für ihre Vorstellung von ‚guter Pflege‘ zu schaffen“, erklärt Miriam Lohe. „Es liegt nun an den beruflich Pflegenden, welchen Weg die Pflegekammer nehmen wird.“

Vorurteile und Missverständnisse aus dem Weg räumen

„Wir versprechen uns von der Informationsveranstaltung und der anschließenden Podiumsdiskussion die Beantwortung aller offenen Fragen, die unsere Mitarbeitenden bei diesem Thema mit sich herumtragen“, erläutert Carsten Suhre. „Bestehende Vorurteile und Missverständnisse sollen aus dem Weg geräumt und kritische Nachfragen diskutiert werden, damit sich unsere Mitarbeitenden wieder voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren können: die Menschen, denen wir täglich leben helfen.“

„Die Pflegekammer NRW kommt“ – Die Podiumsgäste

  • Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK)
  • Harald Meyer, Gewerkschaftssekretär Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft der Gewerkschaft ver.di
  • Sandra Postel, 1. Vorsitzende des Errichtungsausschusses der Pflegekammer NRW

Um besser planen zu können, bitten die Veranstalter HIER um Anmeldung.

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1 KOMMENTAR

  1. Die PflegekammerNRW kommt, da die derzeitige Landesregierung sich für die Errichtung entschieden hat. Der Aufbau dieser Kammer ist jedoch lediglich politisch gewollt und stützt sich auf eine sog. repräsentative Umfrage des MAGS, in der sich 79 % der Befragten, die zum grossen Teil nicht wussten was Aufgabe und Ziel, sowie welche Belastungen fur die beruflich Pflegenden damit verbunden sind. Spricht man heute mit Pflegekräften, lehnt der überwiegende Anteil der Angesprochenen dieses Konstrukt ab, denn die Kammer ist NICHT die Vertretung der Pflegekräfte und kann nicht einmal in Ansatz die Probleme lösen, die heute und zukünftig in der Pflege bestehen. Das Zwangskonstrukte dieser Art von den beruflich Pflegenden abgelehnt werden, zeigen die Abstimmungen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein aber auch in Hamburg und Hessen. Hier wurden bereits zwei dieser Kammern durch das Votum das die Landesregierungen ermöglicht haben durch die Pflegekräfte abgewählt und wieder aufgelöst, da teuer und nutzlos.
    In NRW allerdings ignoriert Herr Laumann geflissentlich diese Ergebnisse und wirft noch 50 Millionen Euro Steuergelder als Anschubfinanzierung zum Fenster hinaus.

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