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Gewerkschaft: In Solingen noch 191 Ausbildungsplätze frei

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(Symbolfoto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Azubis gesucht: Einen Monat nach dem Start des neuen Ausbildungsjahres sind in Solingen 25 Prozent aller Ausbildungsplätze unbesetzt. Ende August hatten Firmen noch 191 Lehrstellen zu vergeben. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit mit. Zayde Torun von der NGG-Region Düsseldorf-Wuppertal appelliert an Jugendliche und junge Erwachsene, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, sich in der Lebensmittelbranche umzusehen: „Vom Süßwarentechnologen bis zur Chemielaborantin – die Ernährungsindustrie bietet abwechslungsreiche Berufe bei solider Bezahlung.“

Ausbildungsplätze in der Lebensmittelindustrie

Die Lebensmittelindustrie gilt als viertgrößter Industriezweig in Deutschland. Mit rund 1.200 Beschäftigten allein in Solingen sei die Branche ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region“, so Torun. „Wer hier lernt, hat später einen krisenfesten Job. Gegessen und getrunken wird immer. In der Corona-Pandemie haben viele Lebensmittel- und Getränkehersteller auf Hochtouren gearbeitet – während andere Branchen ihre Beschäftigten in Kurzarbeit schicken mussten“, ist sich die Gewerkschafterin sicher.

Gefragt sei insbesondere die Fachkraft für Lebensmitteltechnik. Mit diesem Abschluss in der Tasche hätten Gesellen gute Karten auf dem Arbeitsmarkt, ist Torun überzeugt. Nach der Ausbildung könnten sie je nach Betrieb eine Spezialisierung etwa für Getränke oder Tiefkühlwaren draufsatteln und es bis zum Industriemeister bringen. „Aber Lebensmitteltechniker sind nicht nur Fachleute für Brause und Backfisch. Auch die rasante Entwicklung bei der Digitalisierung macht die Berufe spannend. Künstliche Intelligenz ist in der Ernährungsindustrie längst angekommen und steuert zum Beispiel Abläufe in der Lagerlogistik“, erklärt Torun. Auch wer sich für Mechatronik und IT interessiere, sei in der Branche an der richtigen Stelle.

Gewerkschaft: Azubis können im Betrieb mitreden

Zugleich appelliert die Gewerkschaft NGG an Nachwuchskräfte, sich für ihre eigenen Rechte starkzumachen – etwa bei den anstehenden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). „Von der Arbeitszeit bis zum Urlaub – Azubis können dabei mitreden, unter welchen Bedingungen sie arbeiten. Mehr Demokratie im Betrieb ist zugleich ein Aushängeschild für Firmen im Buhlen um die Fachkräfte von morgen“, meint Torun.

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