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Raoul Brattig (FDP): Schulen und Kitas stärken

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Raoul Brattig vor der Kita Klingenbande am Rathaus. Die Themen Kitas und Schulen liegen dem jungen FDP-Politiker besonders am Herzen. (Foto: © Bastian Glumm)
Raoul Brattig vor der Kita Klingenbande am Rathaus. Die Themen Kitas und Schulen liegen dem jungen FDP-Politiker besonders am Herzen. (Foto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (bgl) – Als Vater einer kleinen Tochter liegen dem jungen FDP-Politiker Raoul Brattig die Themen Kindertagesstätten und Schulen in Solingen ganz besonders am Herzen. „Es fehlen massiv Kita-Plätze, wir rechnen in Solingen mit sehr geringen Bedarfsquoten“, sagt der 27-Jährige, der als OB-Kandidat der Liberalen bei der Wahl im kommenden September Amtsinhaber Tim Kurzbach (SPD) herausfordert. Während man in den Nachbargemeinden mit höheren Quoten für Kinder unter drei Jahren rechne, hinke man derweil in der Klingenstadt hinterher.

Kita-Bedarfsquote sei zu niedrig angesetzt

„Wir setzen uns in Solingen minimale Maßstäbe und schaffen es immer noch nicht“, bedauert Brattig, der Mitglied einer Elterninitiative zum Bau einer Kita ist. „Es dauert ja seine Zeit, bis der Bau einer Kita dann abgeschlossen ist“, sagt der FDP-Politiker. Für seine kleine Tochter, die gerade mal ein halbes Jahr alt ist, macht er sich deshalb schon jetzt für einen Kita-Platz stark.

Im vergangenen Jahr wurden in Solingen eine ganze Reihe neuer Kindergärten gebaut und eröffnet. Ein guter Anfang, gibt Brattig zu. „Aber das reicht einfach nicht. Es gibt nach wie vor sehr viele Eltern, die keinen Kita-Platz bekommen. Wir rechnen momentan in Solingen mit einer Bedarfsquote von 41 Prozent bei den Kindern unter drei Jahren, viele andere Städte sind bei 50 Prozent oder mehr. Andere Städte in vergleichbarer Größe haben ja exakt das gleiche Problem, weshalb ich mir nicht erklären kann, warum wir in Solingen so rechnen“, macht Raoul Brattig deutlich.

Mehr Gruppen im offenen Ganztag gefordert

Gerade in diesem Bereich müsse die Stadt Solingen massiv aufholen. Was derzeit getan werde, reiche nicht, bedauert Brattig. Der Ausbau der städtischen Kita-Infrastruktur sei ein wichtiges Anliegen, aber auch privaten Trägern den Weg zu ebnen und beispielsweise die Einrichtung von Betriebs-Kindergärten zu attraktiveren, müsse in Solingen erheblich forciert werden. „Ich will, dass es in Solingen für jedes Kind auch einen Kita-Platz gibt“, betont Brattig.

Das Schulzentrum Vogelsang mit Gymnasium und Realschule. (Archivfoto: © Bastian Glumm)
Das Schulzentrum Vogelsang mit Gymnasium und Realschule. (Archivfoto: © Bastian Glumm)

Auch bei den Schulen müsse viel mehr getan werden. In Solingen fehlen derzeit allein neun Gruppen im offenen Ganztag (OGS). „In den vergangenen Jahren ist in diesem Bereich nichts passiert. Das ist mir unerklärlich, denn die Thematik ist bekannt und auch der Bedarf“, wundert sich Raoul Brattig. Gleichzeitig findet der junge FDP-Politiker lobende Worte für das massive Investitionsprogramm, das die Stadt Solingen für die hiesigen Schulen geschnürt hat (wir berichteten). „Das finde ich sehr gut. Es wurde ganz dringend Zeit, dass derartiges endlich gemacht wird. Aber offen gesagt ist das ja ein Resultat dessen, was in den vergangenen Jahrzehnten verschlafen wurde an Investitionen. Das wird jetzt auf einen großen Schlag nachgeholt“, erläutert der 27-Jährige.

Fördertöpfe von Bund und Land effektiv anzapfen

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Investitionsprogramm maßgeblich. „Der Anteil der Stadt Solingen ist ja sehr gering. Aber das ist eine Aufgabe, die ich als Bürger von einer Verwaltung erwarte, dass es dort Fachleute gibt, die genau schauen, welche Fördertöpfe es gibt, die abgeschöpft werden können für das Wohl unserer Stadt“, so Brattig weiter.

Also viel zu tun in der Klingenstadt, denn weitere Themenfelder, wie die Digitalisierung von Solingens Schulen, müsse man ebenfalls sehr viel intensiver anpacken, fordert Raoul Brattig. „Eine Hauptaufgabe der Stadt wäre es doch, wann immer Eigeninitiative beispielsweise seitens der Lehrerschaft erbracht wird, darauf positiv zu reagieren und Unterstützung zu signalisieren“, sagt Brattig. Denn das passiere derzeit noch viel zu wenig.

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