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Solingen und Langenfeld beraten über A3-Ausbau

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Die Autobahn A3 verläuft in Höhe des Rastplatzes Ohligser Heide auf Solinger Stadtgebiet. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Autobahn A3 verläuft in Höhe des Rastplatzes Ohligser Heide auf Solinger Stadtgebiet. (Foto: © Bastian Glumm)

LANGENFELD (red) – Im Halbjahres-Rhythmus treffen sich die Verwaltungsvorstände der Städte Solingen und Langenfeld, um über aktuelle Themen zu beraten. Dieser Austausch zwischen den Nachbarn sei inzwischen zu einer festen Einrichtung geworden, heißt es aus dem Solinger Rathaus. Bereits zum vierten Mal kamen die Stadtspitzen jetzt zusammen. Dieses Mal luden die Langenfelder in ihr Stadtmuseum und Stadtarchiv im Freiherr-vom-Stein-Haus ein. Die Städte sind wechselweise Gastgeber für die Besprechungsrunde.

Ausbau der A3 auf acht Spuren

Beim geplanten Ausbau der Autobahn 3 auf acht Spuren stimmten Langenfelds Bürgermeister Frank Schneider und Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach ihre Positionen ab, nachdem die beiden Städte (ebenso wie weitere Kommunen) gerade zu einem Informationsaustauch beim Landesbetrieb Straßen NRW waren. Dieser plant den Ausbau auf einem etwa 15 Kilometer langen Stück zwischen Opladen und Hilden. Solingen und Langenfeld bewerten das Vorhaben nach wie vor sehr kritisch, weil es massive Eingriffe in den Natur- und Landschaftsschutz beziehungsweise auch in Wohnbereiche erfordere.

Deshalb erneuerten Schneider und Kurzbach ihre Forderung, den Standstreifen als vierte Spur zu nutzen, unterstützt durch moderne Technik bei der Verkehrslenkung. Dabei wissen sie die Kolleginnen und Kollegen aus Hilden und Leichlingen auf ihrer Seite. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten sie den Landesbetrieb aufgefordert, die Eingriffe in die Umwelt möglichst gering zu halten. Zudem sei ein nachhaltiger Lärmschutz zu gewährleisten.

Nutzung des Standstreifens als vierte Spur

Während der Landesbetrieb Straßen NRW die Option, die Standstreifen zu nutzen, nur als Zwischenlösung ansieht, hat er für den Herbst eine Informationstour durch die vier Städte angekündigt, um Transparenz zu schaffen und die Öffentlichkeit besser einzubinden. Diese Kampagne stößt in den Rathäusern von Solingen und Langenfeld zwar auf Zustimmung, ändert aber nichts an dem formulierten Ansinnen, die Standstreifen-Lösung weiterhin zu verfolgen und nicht schon weit im Voraus zu verwerfen. „Wir werden vor allem bei diesem Themenfeld am Ball bleiben und nicht locker lassen“, sind sich Kurzbach und Schneider einig.

Im Halbjahres-Rhythmus treffen sich die Verwaltungsvorstände der Städte Solingen und Langenfeld, um über aktuelle Themen zu beraten. (Foto: © Stadt Langenfeld)
Im Halbjahres-Rhythmus treffen sich die Verwaltungsvorstände der Städte Solingen und Langenfeld, um über aktuelle Themen zu beraten. (Foto: © Stadt Langenfeld)

Beratung über den Ausbau des Radwegenetzes

Über den Ausbau der Radverkehrsverbindung Solingen – Langenfeld beraten die Spitzen der Städte regelmäßig. Derzeit laufe in beiden Städten das Ausschreibungsverfahren für die Beschilderung. Eine Einweihung im September steht in Aussicht. Es müsse jetzt nur noch das geeignete Unternehmen gefunden werden, heißt es. Das Vorhaben wird mit 2,7 Millionen Euro gefördert. „Nach jahrelanger Planung stehen wir jetzt endlich vor der Umsetzung“, freut sich Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

S-Bahn-Linie S 1 Solingen – Leichlingen – Leverkusen

Hier fordern Bürgermeister Frank Schneider und Oberbürgermeister Tim Kurzbach die Vorlage des Mobilitätskonzepts durch das Landes-Verkehrsministerium. Sie appellieren gemeinsam an den zuständigen Minister Hendrik Wüst. Drei Varianten werden geprüft, um die S-Bahn-Verbindung zwischen dem Bergischen Land und Düsseldorf zu verbessern. Zudem sprechen sich Langenfeld und Solingen für ein drittes Gleis in Richtung Köln aus – auch mit dem Ziel einen Haltepunkt in Solingen-Landwehr zu schaffen. „Mit unserem dringenden Wunsch, vom Ministerium endlich das Mobilitätskonzept zu erhalten, werden wir uns auch an unsere Landtagsabgeordneten wenden“, erklären Schneider und Kurzbach.

Verteilung der Zuschüsse für wichtige Infrastrukturprojekte

Um bei der Zuteilung von Förderzuschüssen in den kommenden eineinhalb Jahrzehnten nicht ins Hintertreffen zu geraten, wirbt Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach in der Region um breite Unterstützung. Als stellvertretender Vorsitzender in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Bergisch Land (KAG) sowie als Vize im Verein Metropolregion Rheinland arbeite der Solinger OB daran, ein breites Bündnis in der Region zu schmieden, so die Stadtverwaltung in ihrer Mitteilung von heute.

„Derzeit werden die Weichen für die kommenden 15 Jahre gestellt, wenn es um die Verteilung der Zuschüsse für wichtige Infrastrukturprojekte geht“, erklärt Kurzbach. „Da müssen wir als rheinisch-bergische Kommunen mit dabei sein und verhindern, dass das Geld nur in andere Gemeinden fließt.“ Der Solinger OB möchte eine breite Bewegung. „Damit diese das nötige Gewicht erhält, brauchen wir auch die Metropolregion Rheinland.“ In Langenfeld rennt Kurzbach damit offene Türen ein: „Da sind wir mit Sicherheit dabei“, erklärt Bürgermeister Frank Schneider.

Volksbank Bergisches Land

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